Kunsthalle Basel, Strassenseite zum Steinenberg, Domizil des Schweizerischen Architekturmuseums. Fotos: Basmus via Wikipedia

«Happy Birthday, Architekturmuseum in Basel!»

Das Schweizerische Architekturmuseum begann vor 35 mit einem Schnellkauf. Die «NZZ» rollt seine Geschichte auf.

1984 haben einige ausgewählte Personen «in einer heldenhaften Aktion» das sogenannte Domus-Haus in Basel vor dem Abriss gerettet, für das Architekturmuseum erworben und dem Museum gratis zur Verfügung gestellt. «Fürsorge für die Werke von Kollegen sowie der intellektuelle Wille, der Architektur jenseits ihrer gebauten Realität ein politisches Forum zu schenken, stecken in dieser einzigartigen Gründungsgeschichte», meint die «NZZ». 1989 beklebten Herzog & de Meuron die transparente Fassade mit Siebdrucken, die ihre Gebäude abbildeten. «So gehörte ihre Architektur unweigerlich zum Stadtbild, das durch die Drucke und im Tageslicht erkennbar blieb. Dies ist ein weiteres Beispiel für ein experimentelleres Ausstellungsformat, das sich eben nicht nur um die gute alte Repräsentation, sondern um Ort und Raum, die Konfrontation zwischen Architekt und Stadt schert.» Mit dem Umzug des Museums in das Gebäude der Kunsthalle Basel am Steinenberg im Jahr 2004 sei ausgerechnet das architektonische Alleinstellungsmerkmal des Architekturmuseums verloren gegangen. Dagegen präge das unverwechselbare typografielastige Grafikdesign aus dem Jahr 2006 das S AM bis heute. Das sei vielleicht die helvetische DNA, «auf die ein schweizerisches Architekturmuseum mit internationaler Ausrichtung nicht verzichten kann», schliesst die «NZZ».

Weitere Meldungen:

– «Fliegen, Autofahren, Wohnen - wird jetzt alles teurer als ohnehin geplant?», fragen «Tages-Anzeiger» und «NZZ» nach dem Wahlsieg der grünen Kräfte.

– Herausragende Bauwerke aus der Zeit von 1950 bis 2000 sollen mehr Respekt erfahren. Dafür engagiert sich der Bündner Heimatschutz mit einer neuen Kampagne, berichtet die «Südostschweiz».

– Die Waadtländer Gemeinde Aigle will schon lange das Zeughaus–Areal neben dem Bahnhof erwerben. Ein Gutachten ist am Laufen, schreibt «24heures».

– Der Frauenfelder Murgbogen rund um den Murg-Auen-Park weist für die Stadt grosses Entwicklungspotenzial auf. Deshalb lädt sie am Samstag zu einer Informations- und Mitwirkungsveranstaltung ein, schreibt das «St.Galler Tagblatt».

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