Viel Verkehr: die Rosengartenstrasse in Zürich. Fotos: Christian Senti

«Das Powerplay am Rosengarten ist falsch»

Zürichs Stadtrat widersteht zu Recht dem Druck von Rot-Grün und bleibt beim Tunnelbau, kommentiert der «Tages-Anzeiger».

«Im Ringen um den Rosengarten beweist der Zürcher Stadtrat Haltung unter garstigen Bedingungen», kommentiert der «Tages-Anzeiger» heute. Die rot-grüne Mehrheit verlangte vehement, dass jenen Kompromiss aufkündigt, auf den er sich vor sechs Jahren mit der Kantonsregierung verständigt hat: Oben gibt es ein Tram, unten einen Tunnel. «Dass der Stadtrat daran festhält, ist richtig», schreibt der «Tagi». Bei Grossprojekten unter mächtigen Partnern sei Verlässlichkeit das höchste Gut. Wer dies ignoriere, büsse irgendwann dafür, weil keiner mehr mit ihm kooperieren möge. «Damit verschiebt sich die entscheidende Kampfzone in der Tunnelabstimmung aufs Land», heisst es weiter. Dort sträubten sich viele SVP-Anhänger dagegen, mehr als eine Milliarde Franken in ein Projekt zu stecken, von dem nur die Stadt profitiere.

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– «Gegner stossen sich am Gestaltungsplan»: Wädenswil entscheidet an der Urne über ein Projekt, das auch die neue Kantonsschule Zimmerberg umfasst. Die «NZZ» berichtet.

– Das «Select»-Haus wird neu erfunden: Jahrzehntelang war das Haus am Zürcher Limmatquai ein Hort der lokalen Bohème – nun ist es renoviert worden. Die «NZZ» berichtet.

– Gepfuschte Arbeiten und vertuschte Geschäfte: Die Machenschaften einer Ostschweizer Baufirma und ihre Rolle in einem verworrenen Geflecht aus Immobilienfirmen. Das «St. Galler Tagblatt» berichtet.

– Leonor Antunes entwirft elegante Raumskulpturen von herausragender handwerklicher Qualität. Zu sehen sind sie nun gleichzeitig im Haus Konstruktiv und in der Fondation Beyeler. Der «Tages-Anzeiger» berichtet.

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