Kaum ein Thema beschäftigt die Städte mehr als bezahlbares Wohnen.

Angriff auf den Mieterschutz

Zwei parlamentarische Initiativen rütteln am Mieterschutz, nun ist der Bundesrat dran. Ausserdem in der Presse: Zwischennutzung auf der Berner Schützenmatte und steigende Kaufpreise bei gleichen Mieten.

«Kommissionen rütteln am Mieterschutz», titelt die ‹NZZ›. «Mieterschutz wird aufgeweicht», titeln die ‹Basler Zeitung› und der ‹Tages-Anzeiger› im tamedialen Duett. Hintergrund sind zwei parlamentarische Initiativen von Hauseigentümer-Verbandspräsident Hans Egloff (SVP Zürich). Die eine will, dass Mietzinsen nur noch anfechtbar sind, wenn der Vertragsabschluss in Notlage geschah. Der zweite will gesetzliche Kriterien für orts- und quartierübliche Mietzinse. Nun soll der Bundesrat das heisse Eisen in die Hand nehmen, doch scheint eine Verschleppung wahrscheinlich.

Weitere Meldungen:


– Ein Zelt mit Bar ist das erste Projekt von «Platzkultur», wie der Verein zur Belebung der Berner Schützenmatte heisst. ‹Der Bund› berichtet über eine Bühne ohne Konsumzwang und Parkplätze für das Gewerbe.

– Während die Preis-Miete-Quote in vielen europäischen Ländern stabil ist, zahlen Investoren für denselben Mietertrag hierzulande immer höhere Immobilienpreise. Die ‹NZZ› findet das nicht nachhaltig und fordert höhere Zinsen.

– Die Stiftung Musikschule Konservatorium Zürich verkauft ihre Häuser im Kreis 4 an die Genossenschaft Dreieck und nicht an den «Meistmietenden», berichtet der ‹Tages-Anzeiger›.

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