Die Ausstellung ‹Joseph Beuys› brachte Roger Boltshauser vom Material zur Technik.

Kipppunkt #05: Joseph Beuys

1992 wusste Roger Boltshauser nicht, ob er Künstler oder Architekt wird. Damals prägte die Ausstellung ‹Joseph Beuys› sein Materialverständnis, und damit seine sinnlichen, haustechnisch-intelligenten Bauten.

Natürlich kannte ich Joseph Beuys bereits als das Zürcher Kunsthaus 1993 seine Werke zeigte. Doch vor Ort haben mich die räumlichen Installationen und sein Umgang mit authentischen Materialien überwältigt: Wie unmittelbar Beuys mit Fett, Filz und Holz arbeitete! Als ich später zum Lehmbau kam, war ich sofort von seiner Masse und Haptik angezogen. Erst danach kamen die Themen der Nachhaltigkeit – wie man das Material vor Ort gewinnt, wie es Feuchte und Wärme reguliert, für Behaglichkeit sorgt. Damals erkannte ich: Nur wer die Eigenschaften des Baumaterials klug nutzt, Masse und Struktur beherrscht, kann auf komplizierte Geräte und Konstruktionen verzichten. Natürlich gibt es komplexe Bauten, deren Nutzung viel Technik und Installationen verlangt. Dort versuche ich es, wo immer möglich, mit passiven Teilstrategien. Und manchmal, wenn ich das plastische Material dann vor mir habe, denke ich an Beuys: Architektur zu machen wie er Kunst schuf – ein schönes Ziel......
Kipppunkt #05: Joseph Beuys

1992 wusste Roger Boltshauser nicht, ob er Künstler oder Architekt wird. Damals prägte die Ausstellung ‹Joseph Beuys› sein Materialverständnis, und damit seine sinnlichen, haustechnisch-intelligenten Bauten.

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