Verzichtet! Weniger Digitalkitsch! Fotos: Régis Golay

Verzichtet! Weniger Digitalkitsch!

Heute ist selbst etwas so Anachronistisches wie ein Springbrunnen nicht vor den Segnungen der Digitalisierung sicher, nervt sich Axel Simon.

Wasser ist analog, greifbar, zumindest nass. Heute ist aber selbst etwas so Anachronistisches wie ein Springbrunnen nicht vor den Segnungen der Digitalisierung sicher. Das lässt sich seit Mai im Zürcher Seebecken besichtigen. Vor dem Arboretum spritzte zwanzig Jahre lang ein Jubiläumsgeschenk der Zurich Versicherung lustig vor sich hin. Mittlerweile sanierungsbedürftig wurden die Fontänen nun gegen neue ausgetauscht. Zurich zahlte, Fischer Architekten konstruierten, was der Klangkünstler Andres Bosshard konzipierte. Er brachte die Erdbebenwarte der ETH dazu, seismische Signale in Echtzeit vom Zürichberg in den Hafen Enge zu senden. Aus zwölf schwimmenden Kugeln schiessen nun dicke Laminarstrahlen (die haben keinen Lufteinschluss) im Bogen und übers Kreuz gen Himmel. Die sich laufend verändernde Höhe des Gebildes sei unvorhersehbar, so Bosshard. Die seismischen Daten haben seine Choreografie im Griff. Auch wird es nicht mehr nur von Scheinwerfern angestrahlt, sondern von innen heraus farbig beleucht...
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Heute ist selbst etwas so Anachronistisches wie ein Springbrunnen nicht vor den Segnungen der Digitalisierung sicher, nervt sich Axel Simon.

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