Im Silo werden die Sekundärrohstoffe mit CO2 angereichert, bevor sie danach in der Betonmischanlage verarbeitet werden. (Foto: Eberhard)

Im Kreis betonieren

Eberhard lanciert eine neue Rezeptur für Beton, dessen Recyclinganteil besonders hoch ist und der CO2 einspeichert. Beides reduziert den ökologischen Fussabdruck des Baustoffs.

Beton ist das Baumaterial Nummer eins der Welt. Doch der Baustoff hat ein Ressourcen- und Klimaproblem. Beide will die Baufirma Eberhard mit einer neuen Betonrezeptur namens Zirkulit anpacken. «Die Rezeptur zeichnet sich durch den grösstmöglichen Sekundärrohstoffanteil aus und garantiert somit maximale Zirkularität», heisst es in der Medienmitteilung. Da Eberhard im Beton CO2 einlagert, wird der Klimafussabdruck kleiner. Pro Kubikmeter Beton kann Zirkulit 10 Kilogramm Kohlenstoffdioxid speichern. Das ist zwar nur eine minimale Reduktion der Treibhausgase, aber immerhin ein Beitrag. Die Qualität leidet darunter nicht. Der Recyclingbeton hat laut der Firma die gleichen statischen Eigenschaften wie Primärbeton und eignet sich für das ganze Haus. Der Kreislaufbeton soll ab nächsten Frühling verfügbar sein. Die Swiss Prime Site setzt die neue Rezeptur auf dem JED-Areal in Schlieren als erste Bauherrin ein.

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Kommentare

sol 29.10.2020 07:32
Naja, bei knapp 500kg CO2 Verbrauch für die Herstellungeiner Tonne Beton sind 10kg/m3 nicht wirklich nachhaltig. Immerhin ist es schön zu sehen, dass die Industrie sich bewegt und versucht sich für die Zukunft zu rüsten.
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