Handwerk oder Hightech? Fotos: Anna Raymann

Handwerk oder Hightech?

Ein Podium mit Astrid Staufer, Katharina Lehmann und Brigitte Breisacher untersuchte, wie Hightech den zeitgemässen Entwurf beeinflusst.

Wie fertigen traditionelle Handwerksbetriebe im digitalen Zeitalter und wie beeinflusst Hightech den zeitgemässen Entwurf? Solche Fragen diskutieren am Donnerstag, 13. Juni 2019 Astrid Staufer, Katharina Lehmann und Brigitte Breisacher in der Werkhalle der Schrankfabrik Alpnach Norm anlässlich der Diskussionsreihe «alpnach plus». 

«Zeit nehmen.»
Astrid Staufer stand ein für das traditionelle Handwerk: «Ein höchst kostbares Gut, das es zu verteidigen gilt.» Entschleunigung sei nötig, um sich fürs Handwerk – und die damit verbundenen Qualität – wieder die nötige Zeit nehmen zu können. Sie sieht digitale Instrumente als Chance, konstruktive Ideen auszuloten. «Doch bedrängen sie den Entwurf, wenn alle Entscheide gleichzeitig und im selben Konstrukt erfolgen müssen.»

«Nicht zu früh.»
Katharina Lehmann ist überzeugt, dass BIM sich als Planungsinstrument durchsetzen werde: «Nur schon der Transparenz wegen.» Doch auch sie findet, das Instrument sollte nicht zu früh im Prozess eingesetzt werden. Als Stärke von Digitalisierung und Hightech nennt sie die Vorfertigung, die Baustellenzeit minimiert.

«Boutique-Arbeit.»
Brigitte Breissacher schliesslich plädierte für einen direkteren Ausstausch von Architektur und Fertigung. Ihre Firma Alpnach Norm entwickelte 1966 das erste Schrank-Anbau-System der Schweiz. Die Norm trägt die Firma zwar noch im Namen – heute aber fertigen die Alpnacher individuelle Schränke. «Boutique-Arbeit», nennt sie diese Massarbeit, die erst durch Hightech möglich wurde.

«Ein guter Mix.»
Im Video geben auch die Besucherinnen und Besucher des Abends Anwort: Handwerk oder Hightech?

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