Algorithmen ordneten diese Stadtpläne nach dem Strassenmuster. (Quelle: Vahid Moosavi, Ludger Hovestadt, Lehrstuhl für Computer Aided Architectural Design, ETH Zürich)

«Es geht um Macht»

Architekten sollen ihre Pläne teilen, bevor Google sie wegschnappt, rät ETH-Professor Ludger Hovestadt. Die Zukunft sieht er nicht in BIM, sondern im Programmieren.

Sie sind Präsident des Vereins Architekturarchiv Schweiz. Was ist Sinn und Zweck des Archivs? Ludger Hovestadt: Zentral ist der ‹Sharing›-Gedanke. Pläne werden digital gezeichnet, verschwinden später aber in der Schublade oder auf irgendwelchen Festplatten. So gehen sie in der Regel verloren und vergessen. Das ist nicht klug. Auf der anderen Seite stehen die Internetkonzerne wie Google oder Amazon, die dieses Problem für uns lösen: Sie werden sie für uns finden, wo immer sie sind. Nur gehören sie dann nicht mehr uns. Wir müssen die Daten also selbst archivieren. Nur so bleiben die Urheberrechte bei den Verfassern. Und nur so können wir sie vor dem Brachialzugriff dieser Grosskonzerne schützen, die autoritativen Oligarchien gleichen. Wie konkret ist diese Angst vor Google? Noch ist das nicht Realität. Trotzdem stehen wir unter Zugzwang. Sobald man eine Datei auf eine Website stellt, landet sie in Googles Datenbank. Mit Sketchup, dem CAD-Tool der Firma, wurden gegen hundert Millionen Bauwerke...
«Es geht um Macht»

Architekten sollen ihre Pläne teilen, bevor Google sie wegschnappt, rät ETH-Professor Ludger Hovestadt. Die Zukunft sieht er nicht in BIM, sondern im Programmieren.

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