«Zweckbau und gute Gestaltung sind kein Widerspruch»

Das Amt für Verbraucherschutz im aargauischen Unterentfelden verbindet Funktionalität, Nachhaltigkeit und architektonischen Reichtum. Dafür erhalten Markus Schietsch Architekt:innen den Hasen in Silber.

Fotos: Christian Senti

Das Amt für Verbraucherschutz im aargauischen Unterentfelden verbindet Funktionalität, Nachhaltigkeit und architektonischen Reichtum. Dafür erhalten Markus Schietsch Architekt:innen den Hasen in Silber.

Das neue Vorzeigeprojekt des Kantons Aargau duckt sich hinter einer Einfamilienhausreihe in der Aarauer Agglomeration. Nur zwei Geschosse hoch ist das Amt für Verbraucherschutz (AVS). Dafür kann sich der Fussabdruck des roten Holzbaus mit 25 mal 25 Metern locker mit den umliegenden Gewerbe- und Industriebauten messen. Noch steht das Labor- und Bürogebäude, wo Lebensmittelkontrolle, Veterinärdienst und Chemiesicherheit des Kantons zusammenfinden, etwas einsam auf der Wiese in Unterentfelden. Bald soll es Teil eines Campus mit diversen kantonalen Einrichtungen sein. Ursprünglich sollte das AVS zusammen mit weiteren kantonalen Nutzungen in einen Neubau unweit des Bahnhofs Aarau ziehen. 2015 gewannen Markus Schietsch Architekt:innen den Projektwettbewerb dafür, doch das Vorhaben scheiterte am angespannten Finanzhaushalt des Kantons. 2019 stand die Parzelle in Unterentfelden als neuer Standort für das AVS fest, und die Planung startete praktisch von vorne. Markus Schietsch und sein Team entwarfen nun ein Haus allein für das AVS. Dessen künftige Nutzerinnen, primär vertreten durch Amtsleiterin Alda Breitenmoser, konnten dabei von Anfang bis Ende mitreden. Ein gutes Jahr nach Bezug des Neubaus blicken die beiden auf den ungewöhnlichen Planungsprozess zurück.  Markus Schietsch: Wir sahen die Konzeption im engen Austausch mit den AVS-Mitarbeitenden als Chance. Normalerweise entwerfen wir öffentliche Bauten im Rahmen von Wettbewerben, in denen die  Bauherrschaft die Bestellung weitgehend definiert hat. In diesem Projekt konnten die Nutzenden nun direkt Einfluss nehmen – was sie glücklicherweise auch taten. Dadurch verstanden wir viel besser, wie der Neubau funktionieren soll und welche Potenziale und Fragestellungen vorhanden sind. So konnte ein massgeschneidertes Gebäude entstehen. Alda Breitenmoser: Uns war wichtig, dass im neuen Gebäude Begegnung stattfinden kann...

E-Mail angeben und weiterlesen:

Geben Sie uns Ihre E-Mail-Adresse und wir geben Ihnen unseren Inhalt! Wir möchten Ihnen gerne Zugriff gewähren, obwohl dieser Beitrag Teil unseres Abos ist.