Da oben wächst ein Garten

Mit dem Ueberlandpark in Zürich wurde ein Lärmschutzprojekt zu Stadtnatur und Begegnungsort. Dafür gewinnt das Büro Krebs und Herde den silbernen Hasen in Landschaftsarchitektur.

Fotos: Kuster Frey

Mit dem Ueberlandpark in Zürich wurde ein Lärmschutzprojekt zu Stadtnatur und Begegnungsort. Dafür gewinnt das Büro Krebs und Herde den silbernen Hasen in Landschaftsarchitektur.

Seit seiner Eröffnung Anfang Juni 2025 hat der Ueberlandpark grosse Beachtung gefunden und wurde sowohl von Fachmedien wie auch in der Tagespresse mit vielen positiven Attributen geschmückt. Zum Jahresende folgt der Hase in Silber, und es stellt sich die Frage, was es über dieses Grossprojekt noch zu berichten gibt. Ein Gespräch vor Ort in Schwamendingen bietet die Gelegenheit, wichtige Themen vertieft zu diskutieren. Werfen wir einen Blick zurück. Wann wurden die Architekten für dieses Projekt, das ursprünglich zur Lärmsanierung gedacht war, hinzugezogen, und wann kamen die Landschaftsarchitekten ins Spiel? Manuel Scholl: Der Ausgangspunkt des Projekts war die kantonale Volksinitiative von 1999, mit der die Quartierbevölkerung die Einhausung dieses Teilstücks der Autobahn forderte. Um Aussagen zur städtebaulichen Komponente des Eingriffs machen zu können, veranstalteten Stadt und Kanton eine Variantenstudie mit drei Teams. Wir vom Büro AGPS konnten mit unserem Vorschlag der Überdeckung überzeugen, die als neuer Freiraum den Zürichberg und die Glatt verbinden sollte. Anfangs schwebte uns die Überschüttung des Bauwerks mit Erde vor, was wir mit dem Bild eines holländischen Damms mit weidenden Schafen verdeutlichten. Nachdem klar geworden war, dass diese Schüttung technisch nicht möglich war, mussten wir unsere Vorstellung revidieren. Zudem wurde allen bewusst, dass es für die weitere Planung gute Landschaftsarchitekten braucht. Grün Stadt Zürich lud fünf Teams zu einem Planerwahlverfahren ein, bei dem sich das Büro Rotzler Krebs Partner – heute Krebs und Herde – durchsetzte. Matthias Krebs: Zur ersten Präsentation haben wir einen schwarz gestrichenen Holzbalken als Modell mitgenommen, den wir teilweise mit grünem Papier umhüllt hatten. Damit haben wir verdeutlicht, dass wir keinen grünen Deckel auf ein Bauwerk setzen, sondern einen dreidimensionalen...

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