Regenvorhang und Karyatidenring

In Basel haben Piertzovanis Toews ein Hinterhofhaus fast manisch detailfreudig erweitert. Ihr Dachausbau gewinnt das Kaninchen, den Senn-Förderpreis für junge Architektur.

Fotos: Simone Bossi

In Basel haben Piertzovanis Toews ein Hinterhofhaus fast manisch detailfreudig erweitert. Ihr Dachausbau gewinnt das Kaninchen, den Senn-Förderpreis für junge Architektur.

Meistens sind Besichtigungen bei Regenwetter eine Zumutung. Die Finger sind klamm, das Wasser tropft aufs Papier, und die Notizen verfliessen, die Stimmung ist so bedeckt wie der Himmel. Als wir im späten Juli die Juryreise antreten – sechs Häuser auf dem straffen Programm –, sorgt der Regen aber für einen beinahe magischen Moment. Wir stehen im frisch ausgebauten Dachstock eines Basler Hinterhofhauses, über unseren Köpfen rinnt das Wasser, fällt vor dem breiten Schiebefenster in feinen Fäden hinab wie ein Vorhang. Die Tropfen prasseln auf das matt schimmernde Wellblech. Der stählerne Ring, eigentlich der Blickfang des Projekts, ist in diesem Moment nebensächlich. Doch an ihm lassen sich die Aufgabe und die Arbeit von Piertzovanis Toews gut erklären: Eigentlich hatten der Finanzmathematiker Walter Brägger und die Physiotherapeutin Christina Stahlberger, die im Haus gegenüber wohnen, ein Zürcher Architekturbüro mit dem Dachausbau beauftragt. Sie wollten einen Raum für alles, zum Arbeiten un...

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