Architektur Gold: Lilitt Bollinger Studio, Nuglar: Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar (Foto: Mark Niedermann)

Das sind ‹Die Besten 2019›!

Lilitt Bollinger für ein Wohnatelierhaus, ZMIK für Lernlandschaften und Ganz Landschaftsarchitekten für die Umgebungsgestaltung eines Schulhauses gewinnen die goldenen Hasen.

Im Museum für Gestaltung in Zürich hat Hochparterre heute Abend ‹Die Besten 2019› in Architektur, Design und Landschaft und neu «Das Kaninchen – Senn-Förderpreis für junge Architektur» gekürt. Gewonnen haben Lilitt Bollinger Studio für ein Wohnatelierhaus in Nuglar, ZMIK Studio for Spacial Design für die Lernlandschaften im Schulhaus St. Johann in Basel und Ganz Landschaftsarchitekten für die Umgebungsgestaltung des Schulhaus Krämeracker in Uster. Das Kaninchen, der neue Senn-Förderpreis für junge Architektur, geht an das Büro Comte/Meuwly für das ‹Permanent Weekend House› in Vernier.

Architektur Gold: Lilitt Bollinger Studio, Nuglar: Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar (Foto: Mark Niedermann)

Design Gold: ZMIK, Basel: Lernlandschaften im Schulhaus St.Johann, Basel (Foto: Weisswert)

Landschaft Gold: Ganz Landschaftsarchitekten, Zürich: Umgebungsgestaltung Schulhaus Krämeracker, Uster (Foto: Ganz Landschaftsarchitekten)

Lilitt Bollingers Ersatzumbau bewahre die Identität des Dorfes Nuglar und spare graue Energie, meint die Jury zum Sieger in der Kategorie Architektur: «Die Konstruktion mischt lustvoll ländliche mit industriellen Themen und lässt Veränderung zu – das hat Zukunft.» Der Gewinner des goldenen Hasen in der Kategorie Design sei ein Pionier für neues Lernen. «Die Lernlandschaften in St. Johann von ZMIK Studio for Spacial Design übersetzen die Ideen der Kinder ohne sich anzubiedern, fügen sich in den Bestand, sind formal stark, bieten Nutzungsvielfalt und sinnliches Erleben», begründet die Jury. Der Gewinner in der Kategorie Landschaft bringe viele Themen auf wenig Raum unter: die Umgebungsgestaltung Schulhaus Krämeracker in Uster durch Ganz Landschaftsarchitekten vereine laut Jury liebe- und lustvoll Gestaltung, Materialvielfalt, Gärtnerhandwerk, Artenreichtum und Sinnlichkeit.


Alle ausgezeichneten Projekte im Überblick

Architektur
Architektur Gold Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar SO
Bauherrschaft: Hürzeler Holzbau, Magden
Architektur: Lilitt Bollinger Studio, Nuglar

Architektur Gold: Lilitt Bollinger Studio, Nuglar: Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar (Foto: Mark Niedermann)
Architektur Silber Firmensitz Max Felchlin AG, Ibach SZ
Bauherrschaft: Max Felchlin AG, Ibach
Architektur: Meili, Peter & Partner Architekten, Zürich

Architektur Silber: Meili, Peter & Partner Architekten, Zürich: Firmensitz Max Felchlin AG, Ibach (Foto: Karin Gauch, Fabien Schwartz)
Architektur Bronze Schulanlage Les Vergers, Meyrin GE
Bauherrschaft: Gemeinde Meyrin und Association La Voie Lactée
Architekten: Sylla Widmann Architectes, Genf

Architektur Bronze: Sylla Widmann Architectes, Genf: Schulanlage Les Vergers, Meyrin GE (Foto: Rasmus Norlander)
Jury Architektur: Esther Deubelbeiss, Gut Deubelbeiss Architekten, Luzern Mia Hägg, Habiter Autrement, Locarno und Paris, Paul Humbert, LVPH architectes, Pampigny und Freiburg David Leuthold, Pool Architekten, Zürich, Andres Herzog, Hochparterre (Leitung der Jury)


Design
Design Gold Lernlandschaften im Schulhaus St.Johann, Basel
Design: Mattias Mohr, Rolf Indermühle, ZMIK, Studio for Spacial Design, Basel
Auftraggeber: Erziehungsdepartement Basel-Stadt, Raum und Anlagen

Design Gold: ZMIK, Basel: Lernlandschaften im Schulhaus St.Johann, Basel (Foto: Weisswert)
Design Silber Masterarbeit ‹The Reading Lantern›
Design und Entwicklung: Vincent Belet, Tammara Leites, Jiajun Zheng, Popy Matigot (Illustration)
Master Media Design, Haute École d’Art et de Design (HEAD), Genf

Design Silber: Vincent Belet, Tammara Leites, Jiajun Zheng (HEAD, Genf), Popy Matigot, Genf: Masterarbeit ‹The Reading Lantern› (Foto: Régis Golay)
Design Bronze Bachelorarbeit ‹Augen zu›
Design: Alena Halmes; Bachelor Institut Industrial Design, FHNW HGK Basel
Glasbläser: Wilfried Markus, Rheinfelden (D)

Design Bronze: Alena Halmes (FHNW HGK Basel): Bachelorarbeit ‹Augen zu› (Foto: Alena Halmes, Raphaëlle Wettstein)
Jury Design: Gabriela Chicherio, Zürich, Laura Couto Rosado, Genf und Schanghai, Elise Nardin, Zürich, Laura Pregger, Basel, Meret Ernst, Hochparterre (Leitung der Jury)

Landschaftsarchitektur
Landschaftsarchitektur Gold Umgebungsgestaltung Schulhaus Krämeracker,Uster ZH
Bauherrschaft: Primarschulpflege Uster
Landschaftsarchitektur: Ganz Landschaftsarchitekten, Zürich
Landschaft Gold: Ganz Landschaftsarchitekten, Zürich: Umgebungsgestaltung Schulhaus Krämeracker, Uster (Foto: Ganz Landschaftsarchitekten)
Landschaftsarchitektur Silber Uferpark Attisholz, Luterbach SO
Bauherrschaft: Kanton Solothurn, Hochbauamt
Landschaftsarchitektur: Mavo Landschaften, Zürich

Landschaft Silber: Mavo Landschaften, Zürich: Uferpark Attisholz, Luterbach (Foto: Rolf Siegenthaler)
Landschaftsarchitektur Bronze Studio Dietikon, Dietikon ZH
Bauherrschaft: Stadtplanungsamt Dietikon
Prozessbegleitung, Konzeption und Umsetzung: Denkstatt, Basel und Zürich

Landschaft Bronze: Denkstatt, Basel und Zürich: Studio Dietikon, Dietikon (Foto: Martin Zeller/Denkstatt)
Jury Landschaftsarchitektur: Michael Oser, Bryum – Büro für urbane Interventionen und Landschaftsarchitektur, Basel, Jean-Jacques Borgeaud, Bureau de paysage, Lausanne, Roman Häne, Kollektiv Nordost, St. Gallen, Sonja Müller, Meta Landschaftsarchitektur, Basel, Roderick Hönig, Hochparterre (Leitung der Jury)

Das Kaninchen – Senn-Förderpreis für junge Architektur
The Permanent Weekend House, Vernier GE
Bauherrschaft: privat
Architektur: Comte/Meuwly, Zürich und Genf
Kaninchen: Comte/Meuwly, Zürich und Genf: The Permanent Weekend House, Vernier (Foto: Comte/Meuwly)
Jury Kaninchen: Annette Gigon, Zürich, Martin Hofer, Gockhausen, Corinna Menn, Zürich und Chur, Johannes Senn, St. Gallen, Anna Raymann, Hochparterre, Köbi Gantenbein, Hochparterre (Leitung der Jury)

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Kommentare

Andreas Konrad 03.12.2019 22:22
Leider zeigt « Hochparterre » nicht die Schoggiseiten des Gold - Projektes : Es ist elegant , geradezu unschweizerisch fein geraten . Schön . Das Kaninchen überzeugt ebenso : Arme Materialien werden in Uhrmacherqualität und mit grossem Gespür zum edlen Ganzen zusammengeschraubt , poetische Kreisfenster und klassische Schweizerformen ( Schrägdach mit Auskragung ) wirken dem mittelländischen Mittelmass entgegen. Auch Felchlin wartet mit Gebirge auf dem Rumpf auf. Fazit : Die Wiederentdeckung des Daches wird eingeläutet , dem flachen Elend scheint ein Ende gesetzt .
Bernd 05.12.2019 08:02
Das Jahr durch politisch korrekt gegen das Hüsli auf dem Land wettern. Aber wenns dann um die Preisverteilung geht, lobhudelt man - das Hüsli auf dem Land. Möglichst im Grünen, möglichst weit weg von der Stadt.
Haag-Walthert Dominic 05.12.2019 21:25
Ein Gläschen, ein Lämpchenn und Innenarchitektur in der gleichen Kategorie zu bewerten ist nicht wirklich glaubwürdig...
Andreas Konrad 05.12.2019 23:37
@ Bernd : Weiterhin soll man gegen das Hüsli wettern . Doch der Städtebau in Zürich und anderswo ist derart im Elendigem , dass es dort schlicht nichts auszuzeichnen gäbe . Der Blockrand mit feinen Fassaden , dieser elegante Verbund zwischen Wohnung und Palazzo , diese beliebteste Art des Wohnens , hat hierzulande seine Renaissance noch vor sich . Es gilt , dies den Architekten auch zukünftig einzuhämmern .
Meret Ernst 09.12.2019 14:57
@Dominic: Ist der Goldhase in Design nun Innenarchitektur oder Raummöbel? Oder Szenographie? Oder geht es um neue Lernformen? Partizipation? Inklusion? – Die Welt nach Kategorien einzuteilen ist limitierend. Deshalb entgrenzen wir unseren Designbegriff und sprechen über – fast – alles. Auch über Innenarchitektur.
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