Genossenschaftssiedlung Glattpark in Opfikon. Fotos: Michael Egloff
Im Auftrag von EgoKiefer

Die 1544 Augen einer grossen Siedlung

In der Siedlung Glattpark erstellten Pool Architekten 284 Wohnungen für die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich. Die Holz/Aluminium-Fenster stammen von EgoKiefer.

Die Fenster sind die Augen eines Gebäudes. Durch sie blicken die Bewohnerinnen und Bewohner in die Welt. Die Fenster tragen aber auch wesentlich zum Charakter eines Hauses bei. Besonders viele Fensteraugen zählt die Siedlung Glattpark der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ): 1544 Stück, was in der Summe der Fläche eines Fussballfelds entspricht. Die Siedlung Glattpark ist Teil des gleichnamigen Stadtteils in Opfikon, direkt an der Zürcher Stadtgrenze. Nachdem dort, auf dem einst als ‹teuerste Wiese Europas› bezeichneten Areal, in den frühen 1980er-Jahren noch 30 000 Arbeitsplätze geplant waren, ist der Stadtteil heute ein Quartier mit vielfältigen Nutzungen. Die Lage ist fürs Wohnen attraktiv: verkehrstechnisch mit der Glattalbahn bestens erschlossen, und dank dem Opfikerpark gar mit einem eigenen See ausgestattet.


Eine gestalterisch ausgewogene Fensterteilung prägt den Raum.

Die Siedlung der ABZ mit 284 Wohnungen für mehr als 800 Menschen wurde vom Zürcher Büro Pool Architekten geplant. Sie setzten an die Quartierecke beim See einen Winkelbau, zwei schlanke Scheiben mit Kopfbauten und ein Hofhaus. Die 1,5- bis 8,5-Zimmer-Wohnungen bieten Raum für unterschiedliche Wohnformen und Lebensphasen. Zwischen den einzelnen Gebäuden liegen ein ruhiger Hof mit gemeinschaftlichen Gärten und ein Quartierplatz. Gemeinschaftsräume, Krippen, Ateliers, Läden, Waschsalons und ein Restaurant beleben die Überbauung. Als Genossenschaft setzt die Bauherrschaft auf langlebige und unterhaltsarme Bauteile, die eine hohe Wohnqualität garantieren. Bei den Fenstern haben sich diesbezüglich Holz/Metall-Konstruktionen bewährt: Die äussere Aluminiumschale ist dauerhaft und erfordert keinen Unterhalt, die raumseitige Holzkonstruktion vermittelt das Bild eines traditionellen Holzfensters und ist angenehm anzufassen. Nirgends kommt man einem Fenster näher als in den eigenen Wohn- und Arbeitsräumen. «Wir sind froh, dass EgoKiefer unsere hohen qualitativen und gestalterischen Anforderungen erfüllen konnte», sagt Mischa Spoerri, der für das Projekt verantwortliche Partner bei Pool Architekten.


Langlebige Holz/Aluminium-Fenster in drei Versionen: mit unsichtbarem Flügelrahmen (links), mit flächenbündigem (Mitte) und mit dem im Glattpark verwendeten, flächenversetzten Flügelrahmen (rechts).

Zwischen den einzelnen Gebäuden liegen ein ruhiger Hof mit gemeinschaftlichen Gärten und ein Quartierplatz.

Bei der Siedlung Glattpark kam das Holz/Aluminium-Fenster Modell ‹EgoAllstar› zum Einsatz, und zwar in flächenversetzter Ausführung: Der Fenster- und der Flügelrahmen liegen aussen nicht in einer Ebene, sondern der Flügelrahmen ist – wie bei einem traditionellen Fenster – leicht zurückgesetzt. Aus der Ferne ist dieses Detail kaum wahrnehmbar, bei genauerem Hinsehen sehr wohl: Die Fensterkonstruktion wirkt wegen der zusätzlichen Kante filigraner, und die einzelnen Elemente lassen sich klar voneinander unterscheiden. Zudem wird der Aufbau der ganzen Fensterkonstruktion besser ablesbar. Laut Mischa Spoerri waren die expressive Setzung und die Teilung der Fenster wichtige Gestaltungselemente zur Gliederung der langen Fassadenflächen. Sie markieren strukturelle Öffnungen: Es sind keine Löcher in der Wand, sondern sie reichen vom Boden bis zur Decke. Mit dieser architektonischen Massnahme behalten die einzelnen Bauteile ihre Eigenständigkeit, und die Struktur prägt das Gebäude. Die Aufteilungen der unterschiedlichen Fensteröffnungen sind auf die jeweilige Funktion abgestimmt.


Raumhohe Fenster bringen viel Licht und Luft ins Haus.

Als Konstante gibt es jeweils einen fest verglasten Streifen, der die ganze Raumhöhe aufspannt. Daneben ein oder zwei Flügel, die sich öffnen lassen, über einer fest verglasten Brüstung. Die Fensterteilungen mit ihren unterschiedlichen Massen in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen, ist eine wichtige Aufgabe im Entwurfsprozess. Dabei müssen die Architektinnen sowohl den Blick von innen als auch von aussen im Auge behalten. Die Profile von ‹EgoAllstar› sind so schlank gehalten, dass sie sich kaum von einem klassischen Holzfenster unterscheiden; insbesondere die identische Profilbreite in der Horizontalen und in der Vertikalen ist ein wichtiger Gestaltungsfaktor.

«Die Holz/Aluminium-Fenster von EgoKiefer in gebürstetem, natureloxiertem Aluminium schaffen einen willkommenen, lebendigen Kontrast zu den groben Putzflächen», sagt Spoerri. Ein ausgeklügelter Schnitt des Holz/Aluminium-Profils sorgt für eine einwandfreie Entwässerung, ausgezeichnete Wärmedämmwerte und eine hohe Dichtigkeit. Damit die 1544 Augen der Siedlung Glattpark während Generationen ungetrübt strahlen.

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Kommentare

Andreas Konrad 03.08.2021 20:34
Die Rahmen sind wieder mal viel zu dick, Zargen und Schwellen sind lieblos in die Fassade gestanzt. Die typisch Schweizerische Agglo - Teilung ist beliebig und störend, das haltbare Alu versprüht in der Fernwirkung den Charme von Billigfenstern aus dem Baumarkt. Das Elend lässt sich auch durch diesen PR - Artikel nicht schönreden.
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Ich kann das Bild nicht lesen