Einweihung mit (v.l.) Rolf Borner, Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt, Tanja Soland, Vorsteherin des Finanzdepartements, Harry Gugger, Architekt Harry Gugger Studio, Daniel Erne, Holzbau Erne AG. Fotos: Basler Zeitung

Günstige Wohnungen für Basel im Schnelltempo

Harry Gugger und Erne erstellten das erste Haus des kantonalen Wohnbau-programms, berichtet die Basler Zeitung. Weiter in der Presse: Die Klimastrategie, eine Bernexpo-Halle und ein Bürohausumbau.

Das «Wohnbauprogramms 1000+» des Kantons Basel-Stadt wird bis 2035 die bisherigen rund 2000 Wohnungen im Finanzvermögen um 1000 günstige Wohnungen ergänzen, schreibt die Basler Zeitung. Grundlage ist die 2019 angenommene Verfassungsinitiative «Recht auf Wohnen». «Angesichts der rasanten Bevölkerungszunahme wird Wohnraum teurer. Nicht nur die sozial Schwächeren leiden, auch für den Mittelstand wird es schwierig», so die BaZ.
Nun steht das erste Gebäude des Programms, dreigeschossig und in kräftigem Rot, am Hirtenweg 12 in Riehen. Die Wohnungen seien «Welten vom klassischen sozialen Wohnungsbau entfernt.» Dank dem «Kostenmietmodell» lägen die Preise 15–20 Prozent unter den durchschnittlichen Marktmieten, sagt Rolf Borner, Geschäftsleiter von Immobilien Basel-Stadt. Die Miete für eine 86 Quadratmeter grosse 4,5-Zimmer-Wohnung betrage 1475 Franken, dazu kommen 300 Franken Nebenkosten. Eine 60 Quadratmeter grosse 2,5-Zimmer-Wohnung kostet 1035 Franken.
Architekt ist Harry Gugger, Holzbauer ist Erne. Auf dem erdbebensicheren Betonsockel stehen Holzmodule. «Baubeginn war im April 2020. Im September begann die Montage», so Harry Guggger. «Jetzt, Ende Januar, ist das Haus schon bezugsbereit.»
Am Hirtenweg befanden sich ursprünglich fünf Gebäude, von denen aktuell drei saniert und zwei durch drei Neubauten ersetzt werden, schreibt die BaZ zum Standort. Die Bauphasen seien so geplant, dass keine Kündigungen ausgesprochen werden müssten. Die Mieter könnten jeweils in einen bereits fertiggestellten Neubau umziehen.


Weitere Meldungen:

– Diverse Zeitungen diskutieren die Klimastrategie des Bundes, die UVEK-Vorsteherin Simonetta Sommaruga gestern vorstellte. Zum Beispiel die NZZ.

– «Wir schlagen vor, als einziger binationaler Flughafen der Welt zu einem Laboratorium für die Erprobung von grenzüberschreitenden Umweltabgaben zu werden. Nationale Konzepte im Umweltbereich machen im Flugverkehr wenig Sinn. Es braucht globale oder mindestens europäische Lösungen.» Der Flughafen Basel-Mulhouse steckt zwischen nationalen verschiedenen Konzepten für Treibhausgas-Abgaben fest. Seine Chefs interviewt hat die Basler Zeitung.

– Bern stimmt über eine neue Halle für die Bernexpo ab. Die alte Festhalle im Wankdorf von 1948 soll bis 2024 für 95 Millionen Franken ersetzt werden. Der Zeitpunkt ist ungünstig: Auch die heurige Ausgabe dürfte abgesagt werden. Artikel zu beiden Themen hier und hier im Bund. Die Architektur der neuen Halle stammt von Matti Ragaz Hitz und IAAG Architekten.

– Ein ehemaliges SRG-Gebäude wird zum Wohnhaus: Über die Umbaupläne der Stiftung PWG berichtet die NZZ. Interessant auch die Hintergründe des Deals: Unter anderem ein früherer Verkauf der SRG an die meistbietende Swiss Life statt an die Stadt. Die NZZ berichtet auch, die Stadt werde das Radiostudio in ein Sekundarschulhaus verwandeln: Sie will das Hochhaus von Max Bill und Willy Roost für knapp 50 Millionen Franken umbauen.

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Kommentare

Andreas Konrad 31.01.2021 21:07
Kein trüber Plattenbau, sondern ein Volkspalazzo, eine Villa, schöner, feingegliederter Klassizismus für die Arbeiter- und Angestelltenschaft ! Revolutionär und besser , respektvoll und grossartig. Der « Karl - Marx - Hof » des 21. Jahrhunderts. Man braucht jetzt nichts mehr zu erfinden - dieses « Basler Modul » soll Beispiel sein ( und anderswo grossflächig erstellt werden) für die ganze Schweiz. Thumbs up !
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