Mit dem Clara-Areal erwirbt der Kanton Basel-Stadt zwei Hektare und zweihundert Wohnungen miten in Klein-Basel. (Foto: bs.ch)

Diskussionen ums Clara-Areal

Basel-Stadt kauft ein drittes Areal in Klein Basel. Wenig erstaunlich wird eifrig debattiert, was das soll. Ausserdem in der Presse: Winterthur auf der Wohnungsbremse und die Nachhaltigkeit von Patagonia.

Vor rund einer Woche hat der Kanton Basel-Stadt das Clara-Areal gekauft, und besitzt nun nebst Rosental- und Messe-Areal einige Flächen in Klein Basel. Das lokale Online-Magazin ‹Bajour› fasst die Diskussionen um die «aktive Bodenpolitik» zusammen: FDP und LDP finden, der Kanton habe auf dem Wohnungsmarkt nichts zu suchen. Ohnehin bauten die Privaten viel zügiger, was der Vergleich von Rosental-Areal und Uptown zeige. Und vielleicht habe man viel zu teuer gekauft. Der Kanton reagiert: Er setze ein Zeichen gegen die «Angst der Mietenden vor Veränderungen, Verknappung und Verteuerung von Wohnraum im Herzen der Stadt». Der Vergleich eines innerstädtischen Areals im Betrieb (Rosental) mit einem peripheren Neubaugebiet (Uptown) hinke stark. Unklar bleibt, ober der Kauf via Finanz- oder Verwaltungsvermögen erfolgte, denn je nachdem ist Markt- oder Kostenmieten angesagt. Weitere Meldungen: – In Winterthur dagegen stehe das Stadtparlament «auf der Wohnungsbremse», meint ‹Der Landbote›. In einer Podiumsdiskussion des Forum Architektur waren sich Politikerinnen im Wahlkampf einig, keine Areale für Wohnraum umzuzonen. – Auch in Zürich ist Wahlkampf. FDP-Kandidatin Rueff-Frenkel meint im ‹Tages-Anzeiger›, der Immobilienmarkt baue an den Bedürfnissen der Mittelstandsfamilien vorbei. Ausserdem brauche es Anreize für Umbauten und Aufstockungen statt Ersatzneubauten. Zuletzt verteidigt sie den Verband der Hauseigentümer denn Vermieten sei «auch ein sozialer Akt». – Die Outdoormarke Patagonia gibt sich wachstumskritisch, tourt mit Reparaturwagen herum, und äussert sich politisch. Die ‹NZZ› portraitiert, lässt Marketingexpertinnen einordnen und blickt auch auf die Firmengeschichte. Interessant nämlich das Konzept «management by absence» von Bergsteiger Chouinard, das er im Buch «Let My People Go Surfing» darlegt....
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Basel-Stadt kauft ein drittes Areal in Klein Basel. Wenig erstaunlich wird eifrig debattiert, was das soll. Ausserdem in der Presse: Winterthur auf der Wohnungsbremse und die Nachhaltigkeit von Patagonia.

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