Modell «Muchacho con pipa» Fotos: Bollhalder Eberle + Theres Hollenstein / Stadt Zürich

Bunter altern

Zürich plant in Albisrieden Wohnungen für ältere Menschen der LGBTI-Gemeinschaft – ein Pionierprojekt, schreiben «NZZ» und «Tages-Anzeiger». Ausserdem in der Presse: Spaziergang und Baukartell.

Nur wenige Senioren leben ihre queere Identität offen aus. Nun schafft die Stadt Zürich spezielle Strukturen, meldet die «NZZ». In der Siedlung «Espenhof Nord» baut die Arbeitsgemeinschaft Bollhalder Eberle + Theres Hollenstein mit Planetage Landschaftsarchitekten für die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) das Projekt «Muchacho con pipa» (Junge mit Pfeife). Die drei Neubauten werden voraussichtlich 2025 bezugsbereit sein. In einem Gebäude sind für Angehörige der LGBTI-Community 20 Wohnungen und 24 Plätze in Pflegewohngruppen vorgesehen. Barbara Bosshard, Präsidentin des Vereins queerAltern, sagt im «Tages-Anzeiger»: «Es ist ein Durchbruch». Die Zeitung ergänzt: «Es ist ein Pionierwerk für Zürich und darüber hinaus, denn schweizweit gibt es noch kein Seniorenzentrum für queere Menschen.»

Weitere Meldungen:

– Neue Untersuchungen der Weko über rechtswidrige Absprachen bei öffentlichen Bauaufträgen überraschen den Bündner und Schweizerischen Baumeisterverband, meldet die «Südostschweiz». Fehlbare Baumeister müssten neu mit einem Ausschlussverfahren aus den Verbänden rechnen.

– Marie-Anne Lerjen geht auch gerne einmal rückwärts oder «kampfwandernd» durch die Stadt. Mit der «NZZ» begibt sich die Chefin der «Agentur für Gehkultur» auf einen Rundgang durch Altstetten.

– Zeitgenössische Architekten entdecken ihre Lust an Farbe, Form und Vielfalt, schreibt Andres Herzog im «Tages-Anzeiger». Exemplarisch für diese neue Frische steht eine Siedlung aus Holz von Loeliger Strub Architektur in Cham.

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