Die Autobahnkirche in Andeer besteht aus vier Betonplatten. (Visualisierung: Herzog & de Meuron)

Abstrakte Andacht

Herzog & de Meuron planen in Andeer eine Autobahnkirche. Offen ist laut der «Basler Zeitung», wer das Bauwerk finanziert. Ausserdem: ehemaliger IBM-Hauptsitz unter Schutz, Hausverschiebung in Mulegns.

Das Gotteshaus besteht aus vier rechteckigen Betonplatten, die wie bei einem Kartenhaus aneinandergelehnt sind. «Eine der rechteckigen weissen Platten steht hochkant, sodass ihr die Rolle des Turms zukommt – ein weit sichtbares Zeichen dafür, dass es hier um eine kirchliche Einrichtung geht», so die «Basler Zeitung». Die abstrakte Anordnung erinnert die Zeitung an Arbeiten von Richard Serra oder James Turrell. Für ihn sei der Direktauftrag des Pfarrers von Andeer eines der «drastischsten» Projekte gewesen, an denen er je gearbeitet habe, sagt der Architekt Jacques Herzog gegenüber der Zeitung. «Ich habe kein Programm für das Bauwerk bekommen, kein Budget und keinen Ort.» Nun machen sich der Pfarrer Jens Köhre und die Kirchgemeinde von Andeer auf die Suche nach Geldgebern.

 

Ausblick von der Kapelle in die Natur. (Visualisierung: Herzog & de Meuron)

Weitere Meldungen:

– Der ehemalige Hauptsitz der IBM am General-Guisan-Quai in Zürich steht neu unter Denkmalschutz, meldet der «Tages-Anzeiger». Geplant hat ihn der Basler Architekt Jacques Schader. (Artikel nicht online)

– Die 164 Jahre alte «Weisse Villa» in Mulegns wird im August um acht Meter verschoben, schreibt die «Südostschweiz». Dahinter steht das Kulturfestival Origen.

Kommentare

Andreas Konrad 20.02.2020 20:46
Typisch HdM : Zeichenhaft , glaubwürdig , radikal , gelungen .
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Ich kann das Bild nicht lesen