Die Hässlichkeit der Grösse

Es gibt wenige Dinge, die wir rein formalästhetisch kritisieren. Das Auto gehört dazu. Dabei fällt auf, wie Grösse die Form zerbeult.

Fotos: Entwurf: Marco Brunori

Es gibt wenige Dinge, die wir rein formalästhetisch kritisieren. Das Auto gehört dazu. Dabei fällt auf, wie Grösse die Form zerbeult.

Normalerweise fallen uns Autos als Teil einer Blechlawine gar nicht gross auf. Stossstange an Stossstange verschwinden sie in einer kompakten Masse. Doch sind die Strassen leer gefegt wie während des Lockdowns fällt auf, wie brutal hässlich ihre Karosserien sind. Das gilt vor allem für die bulligen Autos, die mit ihrem breiten Radstand die Parkplätze schrumpfen lassen. Überdimensionierte PWs gehören zur Familie der SUVs, unterteilt in die Gattungen Offroader, kompakte Softroader, SUV-Coupés, Mini-SUVs, Crossovers oder so ähnlich. Über die Klassifikation wird gestritten, denn zwischen den Arten wird fröhlich gekreuzt. Es gibt Exemplare, die sehen aus wie falsch skalierte Kombis und Kombis wie Möchtegern-SUVs. Die Kleinen pumpen sich auf, als hätten sie im Gym zu viele Steroide erwischt. In dieser Familie zählt Grösse. Das hat evolutionäre Gründe, waren die Vorfahren doch im Gelände unterwegs. Im urbanen Habitat wirken die domestizierten Exemplare zu gross. Aber das ist pure Absicht und Grund ...

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