Design überall

Der November gehört dem Design: Er beginnt mit einer Reihe von Veranstaltungen, Preisverleihungen und offenen Ateliers.

Der November gehört dem Design: Er beginnt mit einer Reihe von Veranstaltungen, Preisverleihungen und offenen Ateliers.

Während manche am Freitagabend nach Langenthal zur Verleihung des Design Preis Schweiz pilgern, bleiben andere gemütlich auf dem Sofa sitzen: Die Veranstaltung ist diesmal nicht öffentlich, kann dafür aber im Livestream mitverfolgt werden.

Offen für alle ist die Preisverleihung des Josef Müller-Brockmann Förderpreises für junge Gestalterinnen und Gestalter, die im Museum für Gestaltung in Zürich stattfindet. Der zweijährlich von der Shizuko Yoshikawa und Josef Müller-Brockmann Stiftung vergebene Preis ist mit 25 000 dotiert. Gewinnerin ist Nadine Wüthrich (1979). Sie hat Grafik an der Schule für Gestaltung Bern und Biel studiert und 2019 den Masterstudiengang für Visual Communication an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen. In ihrem Studio in Zürich fokussiert sie auf Editorial und Digital Design. «Insbesondere der reflektierte Umgang mit unterschiedlichsten Materialien, die von kommentierten Quellentexten über wissenschaftliche Arbeiten bis hin zu Gestaltungsmustern von Montessori-Schulgebäuden im ‹globalen Süden› reichen, überzeugte die Jury als förderungswuürdig. Wüthrichs solide und schnörkellose Darstellung dieser Inhalte weist das Potenzial auf, innovative Impulse im Bereich der Digital Humanities zu geben», begründet die Jury ihren Entscheid.

Buchreihe «Mono», intercom Verlag Zürich. Generativer Layoutprozess für Print und Web (Open Access).

Website «Gottfried Semper, Der Stil, Digitale Edition». Digitale Open-Access-Präsentation der Semper-Edition.

Die Preisträgerin Nadine Wüthrich führt in Zürich ihr eigenes Studio. In ihrer Arbeit fokussiert sie auf hybrides Publizieren sowie Social Design und Participatory Design. Portrait: Thomas Eugster

Die Designgut in Winterthur – die notabene ebenfalls am ersten Novemberwochenende stattfindet – stellt nachhaltige Gestaltung in den Mittelpunkt: während des Design-Parcours, eines Generationen-Talks ‹Jungdesign x Next›, der Buchpräsentation ‹U-Joints – A Taxonomy of Connections› im Gewerbemuseum, einer Plattform für Jungdesignerinnen und Jungdesigner im Materialarchiv und einer Modeshow mit Livemusik im Stadthaus Winterthur.

Eine Tour durch die Stadt: Design Tage Zürich

Weiter geht es mit der Tour Design Tage Zürich, die dieses Jahr zum zweiten Mal stattfinden. Verschiedene Brands öffnen ihre Showrooms und laden ‹zu sich nach Hause› ein. Vor Ort sind nicht nur die Hersteller, sondern auch produzierende Handwerkerinnen und Partnerbetriebe. Anders als bei einer Messe, sollen die Gäste dadurch einen Einblick in die Entstehung von Designobjekten erhalten.

Die 25. Blickfang findet endlich wieder im Kongresshaus statt.

Pünktlich zum 25. Jubiläum kehrt die Blickfang zurück ins frisch renovierte Kongresshaus am Zürichsee. Vom 19.–21. November gibt es Aussergewöhnliches von 180 Labels aus der Schweizer Designszene sowie internationalen Designschaffenden zu entdecken, darunter Mode, Schmuck, Gebrauchsgegenstände, Accessoires und Möbel. 

Genf widmet sich dem lokalen Designschaffen in der zweiten Monatshälfte.

Ein Parcours durch die Stadt findet Ende November in Genf statt: Während der ‹Design Days› öffnen Ateliers, Showrooms, Geschäfte und Kreative ihre Türen und heissen Interessierte willkommen.

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