Baptiste Jehan drehte einen Film über die Gruppe «Buchundform», der während der Ausstellung in der Papiermühle in Basel gezeigt wird.

«Buchundform» feiert Geburtstag

Die Gruppe «Buchundform» zeigt in der Papiermühle in Basel ihr experimentierlustiges Schaffen. Sie kombiniert traditionelles Buchbinden mit neuen Materialien und Techniken.

Am 18. Oktober 2019 wird in der Papiermühle in Basel die Jubiläumsausstellung «5 x 5» der Gruppe «Buchundform» eröffnet und auf die Gründung am 22. Januar 1994 angestossen. Die vier Mitglieder Kylin Lee, Suzanne Schmollgruber, Carine Serex Chew und Jan Peter Zimmerlich zeigen bis Ende Oktober im Schweizerischen Museum für Papier, Schrift und Druck ihre teilweise speziell für die Ausstellung gestalteten Objekte und Bücher. Dazu gehört auch das kleine Buch mit einer Geschichte von Wolfgang Puissant, Buchrestaurator, das in einer Auflage von 15 Exemplaren erschien und von den Mitgliedern individuell gebunden wurde.

Die drei Buchbinderinnen und der Buchbinder kombinieren für ihre Werke das traditionelle Buchbinden mit experimentellen Techniken und verwenden dafür unterschiedliche Materialien wie Plexiglas, Tyvek, Acetatfolie, Holz, Dacron, aber auch Papier, Gewebe, Leder, Pappe oder Pergament. Auf dem Weg zum fertigen Objekt entdecken die Buchkunstschaffenden stets neue Formen –  sie sind anders, unkonventionell und oft auch überraschend. Alle vier beherrschen als ausgebildete Buchbinderinnen und Buchbinder den klassischen Bucheinband in seiner perfekten Form. Als Gegenpol zum historisch überlieferten schweren und kunstvollen Einband und zum industriell gebundenen Massenwerk schaffen sie mit eigenständig entwickelten Techniken spielerisch leichte und verzaubernde Unikate und Einbände. Im Mittelpunkt stehen für alle die Neugier, die Spielfreude und die Lust am Experimentieren. Das Erkunden anderer Materialien und Ausdrucksformen beschränkt sich aber nicht nur auf Bücher, die das Werk des Autors poetisch zusammenhalten, schützen und lesbar machen sollen. Befreit von konventionellen Vorstellungen eines eng gefassten Berufsbildes entstehen Objekte, Skulpturen, Mobiles und formschöne Gebrauchsgegenstände.

 

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