Ein Schuss Extravaganz in Pfäffikon ZH: Wintergärten, eine zackige Attika und ein Pavillon hinterm Haus. Fotos: Roland Bernath

Kupferzackenkrone

Edelaar Mosayebi Inderbitzin haben im zürcherischen Pfäffikon eine Sechzigerjahre-Wohnscheibe durch ein Wohnhaus ersetzt – etwas zwischen Gewerbegebäude und Palazzo, sagen die Architekten.

Der Pfäffikersee ist zum Riechen nah. Anstelle einer Sechzigerjahre-Wohnscheibe steht nun ein neues Haus an der Strasse und begleitet die Fussgängerin mit ruhigem Rhythmus: Fenster, Putz, Fenster, Putz... Die kupfernen Zacken seiner Attikakrone reichen als Regenfallrohre bis zum Boden und würzen den ländlichen Aggloalltag mit einem Schuss Extravaganz. Die Kleinbauten tun es dem Dach gleich, suchen aber auch die Verbindung zur Umgebung: zwei Eingangspergolen an der Strasse, ein Velohaus an der Wand des Nachbarn, ein rundes Pavillondach zwischen den grossen Bäumen hinter dem Haus. Die Stützen des Pavillons erinnern an – ja, woran eigentlich? An Keulen? Oder Riesenjoints? Eine vierzig Meter lange Wintergartenfront aus Glas und Holz säumt den Park. ###Media_2### ###Media_3### Mit zwei vierspännigen Treppenhäusern ist das Haus ökonomisch organisiert und doch haben die vier verschiedenen Wohnungen einen je eigenen Charakter. Bei den beiden Wohnungen zur Strasse machen grosse Eckfenster den fehlenden Wintergarten wett. In den Attikawohnungen drehen sich die Enden der ‹Knochenräume› lustig um 45 Grad. Ihre Spitzen bilden die auffälligen Kupferkronenzacken. Statt einer grossen Terrasse gibt es vier kleine pro Wohnungen. ###Media_4### ###Media_5### Wie das sogenannte Landleben aussehen könne, haben sich Edelaar Mosayebi Inderbitzin gefragt. Ihre Antwort: «Wohnungen mit einfachen, grossen Räumen, immer gleichen Zimmern, hohen Türen und einer hölzernen Laube», eben die Wintergärten. Die Materialien seien schon «fast ein wenig rustikal», die Konstruktionen handwerklich und robust: Hirnholz am Boden, Beton an der Decke, das Holz der Fensterrahmen sichtbar. Die Bilder des Wohnhauses werden es wohl trotzdem nicht ins Magazin ‹Landliebe› schaffen. Es sei etwas zwischen Gewerbegebäude und Palazzo, sagen die Architekten. Im Treppenhaus grüssen die Siebzigerjah...
Kupferzackenkrone

Edelaar Mosayebi Inderbitzin haben im zürcherischen Pfäffikon eine Sechzigerjahre-Wohnscheibe durch ein Wohnhaus ersetzt – etwas zwischen Gewerbegebäude und Palazzo, sagen die Architekten.

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