Der Bau in Krisenzeiten

Im letzten Jahrhundert erlebte die Bauwirtschaft vier schwere Flauten: Weltkriege, Ölschock und Immobilienkrise der 1990er-Jahre veränderten die Branche.

Fotos: ETH-Bildarchiv
Vor dem Ersten Weltkrieg hatte die Schweizer Bauwirtschaft im Zug des lang anhaltenden Wirtschaftsbooms gewaltig zugelegt: Von 1885 bis 1912 stieg das Bauvolumen auf mehr als das Sechsfache, die Zahl der Beschäftigten auf mehr als das Doppelte, trotz eines starken Rückgangs in der Krise um die Jahrhundertwende. Umso massiver war der nachfolgende Einbruch. Der Krieg lähmte die Bautätigkeit fast vollständig. Es wurden praktisch keine Wohnungen mehr gebaut, was im Verlauf des Krieges und den ersten Nachkriegsjahren zu einer massiven Wohnungsnot führte. Die Anzahl neu erstellter Wohnungen in 26 städtischen Gemeinden überstieg erst 1927 wieder den Durchschnitt der Jahre 1910 bis 1913. Der Erste Weltkrieg lähmte die Bautätigkeit. Die Zahl der Beschäftigten schrumpfte bis 1920 um 16 Prozent. Von 1910 bis 1920 schrumpfte die Beschäftigtenzahl im Bau um 16 Prozent. Nach Kriegsausbruch waren viele Ausländer – diese hatten 1910 vierzig Prozent der Bauarbeiter ausgemacht – in ihre Heimatländer zurück...

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