«Der Nutzen der Nutzung»: Fachgespräche zur Wald- und Holzwirtschaft in der Baumuster-Centrale.

Den Nutzen der Nutzung

Lignum und die Baumuster-Zentrale untersuchen in Fachgesprächen den Ursprung des begehrten Rohstoffs Holz.

Die Schweiz ist ein rohstoffarmes Land. Holz bildet dabei eine Ausnahme. Mit der zunehmenden Bedeutung des Holzbaus gewinnt nun auch die Frage nach dem Ursprung des Rohstoffs an Wichtigkeit. Aus welcher Region stammt das Holz, wie wird es bewirtschaftet und geschlagen, wie lang sind die Transportwege, wie und wo wird es gesägt und schlussendlich verbaut? Während in der Schweiz Wald «genutzt» wird, wird anderenorts Wald «angebaut». Diese industrielle Produktion von Holz geht meist zu Lasten der Biodiversität und der längerfristig sinnvollen Wertschöpfung. In Zusammenarbeit mit «Lignum Holzwirtschaft Schweiz», erörtert der Anlass «Der Nutzen der Nutzung» mit vier Kurzreferaten die Thematik der Schweizer Holz- und Waldnutzung.

Die Holzbauunternehmerin Katharina Lehmann von Blumer-Lehmann geht in ihrem Referat auf die heimische Holzverarbeitung und die Thematik der CO2-Senke ein: Mit Holz können auf einfache Weise grosse Mengen an CO2 gebunden und eingelagert werden. Die Art der Waldbewirtschaftung und Holznutzung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Stephan Küng wiederum spricht über die spezifischen Qualitäten von Schweizer Holz – in seinem Unternehmen wird das Holz nur im Winter bei abnehmendem Mond geschlagen. Mit dem daraus gefertigten Mondhaus in Alpnach haben sie ein vom Prix Lignum ausgezeichnetes Haus gebaut, das ganz ohne Leim oder Nägel konstruiert ist. Wie Schweizer Holz schon jetzt eingesetzt wird, zeigt der Architekt Daniel Lischer in seibem Vortrag. Er ist verantwortlich für zahlreiche Holzbauwerke aus hiesigem Holz. Der Eintritt an die Veranstaltung ist frei – allerdings gilt es, sich bis Dienstag, 10. Dezember 2019 hier anzumelden.

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