Das grosszügige Atrium erschliesst die Wohnungen in den Neubauten. Fotos: Roger Frei

Das Herz schlägt im Atrium

Züst Gübeli Gambetti haben im zürcherischen Embrach eine Wohnsiedlung aus den Achtzigerjahren saniert. Drei Baukörper sind stehen geblieben, zwei andere durch Neubauten ersetzt worden.

Die fünf Baukörper der Siedlung aus den Achtzigerjahren umschlossen locker einen offenen Hof. Mehr als Abstandsgrün war dieser allerdings nicht, und die eine Häuserzeile wandte der anderen den Rücken zu. Für die Sanierung entwickelten Bauherrschaft und Architekten ein Projekt, bei dem drei Baukörper stehen blieben, die beiden anderen durch zwei Neubauten ersetzt wurden. Damit konnte man das Ensemble insgesamt verdichten und das Wohnungsangebot mit kleineren Wohneinheiten abrunden. ###Media_2### ###Media_3### Das Herz der Neubauten ist ein oben teilweise offenes Atrium mit umlaufenden Erschliessungsgängen. Kanariengelbe Türen führen in die Wohnungen, mintgrüne Plattenbeläge veredeln die Türeinfassungen und den Sockel. Diese Farbigkeit erzeugt zusammen mit den Sichtbetonflächen, dem hellen Abrieb, den braunen Geländern und den gläsernen Leuchten eine heitere, geradezu südländische Stimmung. Dazu tragen auch die grossen Fenster bei, die aus den Wohnungen ins Atrium blicken. Im Attikageschoss, wo es anstelle sieben kleinerer drei grössere Wohnungen gibt, liegt vor jedem Eingang ein Aussenbereich, den die Mieterinnen und Mieter nutzen können. Die Aufmerksamkeit, die die Architekten der Gestaltung gewidmet haben, wird auch an den grosszügig und praktisch geschnittenen Wohnungen sichtbar. Im Wohnbereich ist ein Parkettfeld in den Bodenbelag aus dunklem Anhydrit eingelegt, die Küchenfronten sind partiell aus Holz gefertigt. Die schlanke Stahlstütze, die es in fast jeder Wohnung gibt, ist nicht rund oder quadratisch, sondern sechseckig. Die aussen angeschlagenen Fensterfronten sind kastenartig gestaltet, die Brüstungen dienen in den Räumen als Sitzbänke. ###Media_4### Die Sanierung der Altbauten beschränkt sich auf wenige präzise Eingriffe. Insbesondere die Öffnung und Belebung der Rückfassade fällt auf: Die Brüstungen der bestehenden Fenster wurden tiefer gese...
Das Herz schlägt im Atrium

Züst Gübeli Gambetti haben im zürcherischen Embrach eine Wohnsiedlung aus den Achtzigerjahren saniert. Drei Baukörper sind stehen geblieben, zwei andere durch Neubauten ersetzt worden.

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