Das Mini-Labor für die Wissensstadt Davos im Modell

Wissenschaftsort Davos für alle

Wie können leerstehende Ladenlokale in Davos umgenutzt werden? Innenarchitektur-Studentin Alexandra Vollenweider hat ein Mini-Labor für die Wissensstadt Davos entworfen. Sie berichtet im Campus.

Im Rahmen des Moduls ‹Raum, Nutzung und Umfeld› näherten wir uns im vergangenen Semester der Stadt Davos an. Dabei schälten wir neue oder noch ungeschliffene Potenziale heraus und entwickelten anhand eines exemplarischen Standorts gestalterische Nutzungsvorschläge für die leerstehenden Ladenlokale an der Promenade. Besonderheiten waren dabei der vom Weltwirtschaftsforum geprägte Jahreszyklus sowie die bereits breit gefächerten Angebote für unterschiedliche Zielgruppen auf überschaubarem Raum, inmitten einer malerischen Bergkulisse.


 

Moodboards

Meine Gruppenpartnerin Laura Hofer und ich waren von Beginn an fasziniert von Davos als Wissensstadt. Denn die verschiedenen ansässigen Instituten und Forschungsgebiete schienen eine weltweite Strahlkraft in Fachkreisen zu haben. Doch für die lokale Bevölkerung fehlte ein niederschwelliger und spielerischer Vermittlungsort, der einen leichten Zugang zu diesem enormen Wissensschatz ermöglicht. Wir fragten uns: Aus welchen Tätigkeiten setzt sich eine szenische Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten zusammen? Was braucht sie konkret räumlich? Und wie steht sie in Verbindung zum Umfeld? 

Wesentliche Inspirationen waren für uns Ausstellungs-Szenografien des Stapferhauses in Lenzburg von Kossmanndejong, sowie die Austellungen im Gelben Haus in Flims. Weitere Referenzen fütterten laufend unsere analogen wie digitalen Moodboards. So wurde unser Entwurf immer griffiger. 



 

Notizen und Skizzen

Wir erarbeiteten das ‹Mini-Labor›. Ein Ort, der in seiner Ausgestaltung Parallelen zu Wissen und zur Wissenschaft übernimmt. Das ‹Mini-Labor› bietet eine räumlich erlebbare Hülle für einen weitläufigen Raum und bietet damit eine flexibel bespielbare Plattform. Darin stehen interaktive und eigenständige Aktionsachsen. Sie werden umspielt von organisch fliessenden, transparenten Vorhängen. So können die Besucherinnen und Besucher  das Wissen Stück für Stück entdecken. Manchmal ist das Ende des Raums scheinbar zu sehen, doch dann tut sich doch wieder eine neue Achse auf. Denn es wird laufend geforscht und damit Wissen revidiert und wir sehen oft nur, was wir gerade bereits wissen, bis wir etwas Neues lernen. Das Angebot im ‹Mini-Labor› umfasst Workshops und einen Foxtrail sowie kostenlosen Zugang zu Aktionsachsen und zum Geocaching. Somit schaffen wir den Wissenschaftsort Davos für alle. 


Modellfotos

Das Mini-Labor für die Wissensstadt Davos im Modell

Für mich war die Aufgabenstellung enorm spannend. Es war schön und bereichernd, mich in die Bedürfnisse, Visionen und Gegebenheiten in Davos mit all den komplexen Verknüpfungen hineinzudenken. Ich bin mit einer langen Begehung und vielen Begegnungen mit lokalen Interessenvertreterinnen gestartet, um mir einen Bezug zum Ort zu erarbeiten. Abgeschlossen habe ich den Prozess mit einer Vernissage im Kinosaal des Kulturplatzes Davos, an der wir unsere Projekte präsentieren und an einer Podiumsdiskussion mitwirken konnten.


Abschlusspräsentation im Kinosaal des Kulturplatzes Davos


Für Studierende nur 9 Franken im Monat – Jetzt Hochparterre abonnieren!

close

Kommentare

Kommentar schreiben