Um unsere bedruckten Shirts in Szene zu setzen, haben wir sie für unsere Social-Media-Kampagne geshootet.

Mikrokosmos Clubkultur

HSLU-Studierende des Graphic Designs und des Design Managements haben eine Kampagne für den Luzerner Kulturbetrieb Südpol entworfen. Im Campus erzählen sie, was sie dabei über Clubkultur gelernt haben.

Clubkultur ist ein Mikrokosmos – ein Raum, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenkommen, um zu tanzen, zu lachen und sich selbst zu sein. Mit unserer Kampagne im Rahmen des +Colabor-Moduls ‹Design und Kunst schafft Öffentlichkeit› in Zusammenarbeit mit dem Kulturbetrieb Südpol in Luzern, wollten wir diese Atmosphäre einfangen und sichtbar machen. 

Ausgangspunkt war die Frage: Was fehlt dem Südpol und wie können wir etwas gestalten, was uns Spass macht und auch dem Südpol nützt? Schnell stiessen wir auf das Thema Clubsterben:  Immer mehr Clubs verschwinden, wegen steigender Mieten, Lärmschutzauflagen oder veränderter Freizeitgewohnheiten. Wir wollten dem mit einer positiven Kampagne begegnen: Menschen wieder für das Nachtleben begeistern. Das Bewusstsein für das Clubsterben schärfen und die Wertschätzung für lokale Clubs fördern. Um die Sichtbarkeit unserer Kampagne zu erhöhen, setzten wir auf verschiedene Kommunikationskanäle, wie Soziale Medien, Plakate, Postkarten, Feuerzeuge und eine T-Shirt-Siebdruck-Aktion. 


Für unsere Social-Media-Kampagne haben wir die Plakate in der Stadt verteilt und fotografisch festgehalten. Gedruckt wurden sie in unterschiedlichen Formaten und Farben.

Postkarten waren ebenfalls Teil unserer Kampagne und wurden am Colabor-Festival gratis verteilt.

Als die konkrete Idee stand, begann der schwierigste Teil: Wir mussten uns zu viert auf ein Design einigen. Unser Ziel war, dass jede*r aus der Gruppe etwas beisteuern kann, inhaltlich wie gestalterisch. Gleichzeitig wollten wir eine Kampagne entwickeln, die positiv wirkt und Lust macht, wieder in den Club zu gehen. So entschieden wir uns für eine Art Collage aus Menschen und Charakteren, wie man ihnen in einer Clubnacht begegnet. Dabei war uns besonders wichtig, die Vielfalt und Unterschiedlichkeit dieser Begegnungen sichtbar zu machen.

Da wir uns für einen collageartigen Stil entschieden haben, konnte jede*r von uns einige dieser Charaktere zeichnen. Im nächsten Schritt produzierten wir die Plakate mittels Siebdruck. Dann erstellten wir Postkarten und kleine A3-Plakate, mit denen wir das WC im Südpol schmücken durften. Wir durften unser Projekt auch als Reel auf dem Instagram-Kanal des Clubs präsentieren. Am Colabor-Festival der HSLU unterhielten wir einen Druckstand, an dem Student*innen und Besucher*innen ein eigenes T-Shirt mit unserem Design bedrucken konnten.

 

Einen kleinen Einblick in die Herstellung unserer Postkarten. Diese wurden mittels Rispgraphie bedruckt.

Die Plakate, T-Shirts und Feuerzeuge haben wir alle eigenhändig im Siebdruckverfahren bedruckt. Auf dem Bild sind gerade die Feuerzeuge beim manuellen Druckprozess zu sehen.

Die Zusammenarbeit mit dem Südpol war für uns eine wertvolle Erfahrung. Zum ersten Mal konnten wir ein so freies Projekt in einer Gruppe umsetzen. Wir haben viel gelernt: über Designprozesse, über die Dynamik in der Teamarbeit, über den Kulturbetrieb Südpol und damit auch über die Bedeutung der Clubkultur.

Für Studierende nur 9 Franken im Monat – Jetzt Hochparterre abonnieren!

close

Kommentare

Kommentar schreiben