Test im Schnee.

Übernachten im selbstentworfenen Biwak

Die Innenarchitekturstudentin Chelsea Tännler hat mit Kollegen der Architektur und der Gebäudetechnik ein Biwakzelt entworfen und unter freiem Himmel getestet.

An der Hochschule Luzern wird auf interdisziplinäres Arbeiten viel Wert gelegt. Im ‹Kontextmodul› wurden aus Teilnehmern unterschiedlicher Studiengänge 54 Projektgruppen gebildet. Unsere Aufgabe: Baut ein Biwak für eine Übernachtung unter freiem Himmel!

Ein Biwak aus einem sich wiederholendem Normteil.

Unsere Gruppe setzte sich aus zwei Gebäudetechnikstudenten, einer Architektin und einer Innenarchitektin zusammen. Unser Ziel war es, ein Biwak aus nur einem sich wiederholendem Normteil zu konstruieren. Aber wie sollte dieses Normteil aussehen? Die Idee kam mir beim täglichen Pendeln von der Ostschweiz nach Luzern. Ich habe einfach mal drauflos skizziert und herausgekommen ist - wie sie viele nennen - die ‹Birkenstockform›.

Das Biwakzelt im Modell.

Um die kreierten Normteile nun wie Module zusammenstecken zu können, besteht jedes Element aus drei Lagen Pappelsperrholz. Die äussere und innere Lage in der ‹Birkenstockform› und dazwischen ein Quadrat. Durch die Mehrlagigkeit entsteht eine Art Nut-Kamm-Verbindung. Um nun eine geeignete Biwak-Konstruktion zu erreichen, mussten die Normteile vorgebogen werden. Hierfür erstellten wir eine selbstgebaute Unterkonstruktion, in die wir die Normteile beim Zusammenleimen einspannten. Vorgebogen und in verschiedenen Farben gegen Witterung geölt konnte das Biwak für einen ersten Härtetest im Melchtal wie ein Puzzle aufgebaut werden. Der Test war ein Erfolg und das Biwak überzeugte in Design und Ausführung.

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