Denise Hohl und Eileen Rüegg setzen in ihrem Diplomprojekt in der Fachrichtung Game Design auf ‹Environmental Storytelling›.

Spuren im Schnee

Denise Hohl und Eileen Rüegg setzen in ihrem Diplomprojekt in der Fachrichtung Game Design auf ‹Environmental Storytelling›. Im Campus-Interview erklären sie, wie das funktioniert.

Frederic Poppenhäger: Wie heisst euer Spiel und worum geht es?
Denise Hohl und Eileen Rüegg: ‹Vendari› ist ein Adventure Game, in dem die Spielerinnen und Spieler die Figur ‹Tabinga› lenken. Sie ist ein junges Mädchen, das im schneebedeckten Land ‹Mainera› im Schneesturm von ihrer Sippe getrennt wird. Sie versucht den Weg zurück zu finden und muss auf ihrer Reise spielerische Herausforderungen meistern.
 

Um die Handlung zu erzählen, arbeiten die Game Designerinnen mit Spuren im Schnee.

Ihr setzt auf ‹Environmental Storytelling› – wie funktioniert das?
Die Spielenden erleben die Geschichte, indem sie sich mit der Umgebung auseinandersetzen. Um die Handlung zu erzählen, arbeiten wir mit Spuren im Schnee. Zum Beispiel wird ein Tier von einer Kreatur gejagt. Die Szene wird im Spiel nicht gezeigt, aber anhand der Spuren können die Spielerinnen erraten, was passiert ist.
 
Wie seid ihr auf die Idee für das Spiel gekommen?
Wir haben eine 3-D-modellierte und animierte Szene von einem kleinen Hund gesehen, der durch tiefen Schnee springt und waren wir hin und weg. Darum wollten wir unbedingt ein Game mit dynamischem Schnee machen.
 
Was waren die grössten Herausforderungen im Entwicklungsprozess?
Wir haben viel Zeit in das Spielerlebnis investiert: wie die Spielerin geführt wird, wie sie die Spielmechanik erlernt und was sie dabei fühlt. Wir wollten das Spiel intuitiv zugänglich machen. Darum verwenden wir einfache Mechaniken, wie zum Beispiel, dass die Spieler den Spuren im Schnee folgen und so an wichtige Orte kommen.
 

Die Spielfigur Tabinga – ein kleines Mädchen – muss verschiedene Abenteuer bestehen.

Wie hat sich die Corona-Pandemie auf euer Diplomprojekt ausgewirkt?
Da wir fast nur den Laptop für unsere Arbeit brauchen, konnten wir uns relativ schnell arrangieren. Wir haben täglich über Videocalls kommuniziert und sind so gut vorwärts gekommen.
 
Wie seht ihr eure Zukunft als Spieleentwicklerinnen in der Schweiz?
Für uns ist selbstverständlich, dass es nicht um das Geschlecht geht, sondern um das Talent. Diese Ansicht ist Teil unserer Generation. Aktuell dominieren in der Game-Branche noch die Männer. Trotzdem glauben wir nicht, dass ein Mann bessere Chancen hat einen Job zu finden, als eine Frau mit der gleichen Qualifikation.

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