Blick auf das selbstgebaute Fotostudio, in dem die Fotografien entstanden. Fotos: Milena Küpfer/Alexander Meyer

Schuhdesign trifft Visuelle Kommunikation

Milena Küpfer und Alexander Meyer studieren im 3. Semester Visual Communication an der ZHdK. In ihrer Semesterarbeit haben sie die Produkte des Schuhherstellers On in imaginäre Umgebungen gestellt.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit On?
Milena Küpfer und Alexander Meyer: Die Kooperation wurde von unserem Studienleiter Jonas Vögeli organisiert. Der Geschäftssitz von On ist nur einen Katzensprung vom Toni-Areal der ZHdK entfernt. Das Projekt war sozusagen eine Zusammenarbeit unter Nachbarn.

Wie lautete eure Aufgabenstellung?
Im Briefing ging es darum, die Streetwear-Identität von On zu betonen und eine andere visuelle Perspektive für ihre Produkte zu erschaffen. Wir hatten insgesamt sechs Wochen Zeit, um eine Reihe von Fotografien, eine Animation und ein Editorial zu produzieren. Unser Ziel war es, ein multimediales Konzept zu entwerfen, das On auch für weitere Projekte nutzen kann.

Experimente mit Wassertropfen auf einer Glasscheibe.

Woher kam die Inspiration für euren Designentwurf?
Wir haben zunächst mit Studio- und Produktfotografie experimentiert. Die Bilder dienten uns als Ausgangslage für die weitere Verwendung im Editorial und in der Animation. Alexander und ich sind fasziniert, wie täuschend echt das dargestellte Produkt mit ‹Computer Generated Imagery› in einer imaginären Umgebung gezeigt werden kann. Eine grosse Inspiration ist für uns der Schweizer Künstler und Fotograf Maxime Guyon, der Unglaubliches mit der Software ‹Cinema 4D› erschafft.  Wir orientierten uns für unseren Designentwurf an seinen Bilderwelten.

Was waren die grössten Herausforderungen bei der Umsetzung eurer Idee?
Wir haben uns für die Aufnahmen der Produkte ein Fotostudie gebaut. Dort haben wir mit einer Pipette Wassertropfen auf eine Glasscheibe gegeben, damit Verzerrungen zustande kommen. Mit buntem Papier versuchten wir, Farbreflexe in den Wassertropfen und auf dem Schuh zu generieren. Es war schwierig, eine saubere und nicht allzu verkratzte Glasscheibe für unsere Aufnahmen zu organisieren. Zudem sind unsere Fotos sehr bunt und es war knifflig, in der Animation und im Editorial einen passenden Ausgleich zu schaffen.

Passen aus eurer Sicht Visual Communication und Schuhdesign zusammen?
Auf jeden Fall. Die Bereiche überschneiden und ergänzen sich. Wir haben in unserer Arbeit das Schuhdesign von On in eine visuelle Form übersetzt. Wir glauben, dass die Visuelle Kommunikation Konzepte oder Ideen so darstellen kann, dass sie jeder sieht und versteht.
 

Durch die Glasscheibe entstehen Verzerrungen.

Wassertropfen werden mit einer Pipette aufgetragen.

Ein On-Schuh wird für die Produktfotografie vorbereitet.

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