Mona Neubauer und Nadja Müller vom Designathon-Team mit dem für den Event kreierten Give-away.

Kreativmarathon im Toni-Areal

Am 25. September findet im Toni-Areal der erste «Designathon» statt. Gesucht sind kreative Langstreckenläufer, die von Freitagabend bis Sonntagabend am Design-Marathon teilnehmen.


Wenn am 25. September der Startschuss zum ersten «Designathon» im Toni-Areal fällt, ist dies das Verdienst eines jungen Teams Design-Studierender der ZHdK. Angelehnt an die aus der IT-Szene bekannten «Hackathons», schicken sie am Design-Marathon die kreativen Läufer von Freitagabend bis Sonntagabend ins Langstreckenrennen.
Der Designathon steht nicht nur Studierenden sämtlicher Disziplinen offen, sondern überhaupt allen, die Lust haben, sich 48 Stunden mit einem vorgegebenen Thema auseinanderzusetzen und dazu Ideen und Konzepte zu entwickeln: Vom KV-Lehrling über den Philosophiestudent bis zur etablierten Designerin sind alle mit Ticket willkommen. «Jeder hat gute Ideen», ist Mitinitiantin Mona Neubauer nämlich überzeugt. Und: «Im Designprozess braucht es designfremdes Fachwissen, damit kreative, innovative und frische Beiträge entstehen.» Die 32-Jährige muss es wissen: Vor ihrem Interaction-Design-Studium an der ZHdK hat sie an der ETH einen Master-Abschluss in Neurobiologie erworben.

Gemeinsamer Effort
Das studentische Team hat sich ins Zeug gelegt für den Event. Nadja Müller: «Wir sind ohne Budget gestartet. Das grosse Engagement aller und die breite Unterstützung, die wir dadurch innerhalb und ausserhalb der ZHdK gewinnen konnten, machen den Anlass möglich.» Den Veranstaltern geht es auch darum, durch den Design-Marathon breiteren Kreisen ein Bild dessen zu vermitteln, was Design heute ist: «In vielen Köpfen steht Design einfach für schöne Dinge», so Mona Neubauer. Dass Design aber viel mehr ist, zeigt bereits das Thema: «New Work». Die Zweier- bis Viererteams entwickeln Designs rund um Fragen wie «Wie sieht das Arbeitsleben der Zukunft aus?», «Wo wird unser Arbeitsplatz sein?» oder «Wollen wir für Geld, Erfolg, Selbstverwirklichung oder für einen sinnvollen Beitrag für die Welt arbeiten?».
Im Toni-Areal warten am Designathon-Wochenende Inspiration durch Referierende wie Tuuli Utriainen vom IdeaSquare des CERN auf die Teilnehmenden. So sollen möglichst viele Projekte entstehen, die es sich lohnt, nach dem Anlass weiterzuverfolgen. Am Ende des Marathons treten die Teams dann zum Sprint an: Es gilt die unabhängige Jury in einem 60-sekündigen Pitch vom Erarbeiteten zu überzeugen. Auf die Gewinnerteams warten Preise in verschiedenen Kategorien.

Wer Ende September am Designathon antreten will, sei es für Geld, Erfolg, Selbstverwirklichung, Weltverbesserung oder alles zusammen, kann unter www.designathon.ch ein Ticket erwerben. Ein Tipp von Mona Neubauer gibt’s gratis vorab: «Schlafsack mitnehmen!» 

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