Story 1 Fotos: Sacha Willemsen

Inspiration für den Möbelhandel

Wie leben und wohnen wir im Jahr 2020? Antworten hält der Trendreport des Master-Design-Absolventen Sacha Willemsen bereit.

In der Person von Sacha Willemsen verbindet sich betriebswirtschaftliches Wissen mit Design-Kompetenz. Von Haus aus Betriebsökonom hat er jahrelang Unternehmen im Bereich Branding beraten. Als er sich mit 40 zusätzliches Wissen im Bereich Innovationsmanagement und Trendinterpretation holen wollte, begann er ein Master-Design-Studium an der Zürcher Hochschule der Künste. «Eine neue Welt» habe er mit der Kunsthochschule betreten, so Willemsen. «Die Wirtschaft funktioniert anders. Aufgeräumter, übersichtlicher – und pünktlicher», lacht er. Das Studium habe sich für ihn jedoch als «idealer Match» erwiesen: «Von den Trend-Profis in der Dozentenschaft und den Kooperationspartnern der ZHdK wie dem GDI konnte ich sehr profitieren», sagt der in Luzern und Berlin wohnhafte Master-Absolvent.
Ausgehend von seiner Affinität zu Innenarchitektur und einem Interesse an designorientierten Möbelgeschäften hat Willemsen als Master-Arbeit einen Trendreport für diese Branche erstellt. In sieben «Stories» (siehe Bildstrecke) erzählt er vom Leben, Wohnen und Einrichten im Jahr 2020 und berücksichtigt dabei neben dem privaten auch das öffentliche Leben. Dabei liefert er Lösungsansätze für die Möbelbranche.

Fit für die Zukunft
Was sind Willemsens wichtigste Erkenntnisse nach seinen drei Semestern Arbeit am Trendreport? «Die meisten Schweizer Möbelgeschäfte sind noch im klassischen Zielgruppendenken verhaftet. Dieses ist aber passé.» Heute ginge es um flexible und temporäre Lebensentwürfe. Althergebrachte Segmentierungen der Kundschaft nach Haushaltseinkommen, Alter oder Wohnort seien immer weniger hilfreich, um erfolgreich im Markt unterwegs zu sein. Eine bessere Einschätzung der Kunden, in der es um Lebensstile und Stimmungen ginge, würde hingegen ein zeitgemässes Angebot erlauben. «Individualisiert» und «customized» sind Stichworte, die Willemsen in diesem Zusammenhang fallen lässt.
Die grössten Hausaufgaben ortet er jedoch bei der digitalen Kompetenz der Möbelgeschäfte. Ein Beispiel: Im Showroom wird der Fokus auf Stimmung gelegt, mit einem reduzierten Sortiment, während auf dem Tablet oder auf einer interaktiven Wand im Geschäft unzählige weitere Design-Produkte präsentiert werden.

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