Das Stadtbild und sein Linolschnitt

Der Linolschnitt

An der ArchitekturWerkstatt St.Gallen erstellen die Studierenden im ersten Semester einen Linolschnitt und drucken einen Schwarzplan. Campus-Autor Mario Salic erklärt, was ihm das für sein Studium bringt.

Als Erstes suchte ich mir einen kleinen Bildausschnitt aus und klebte ihn auf ein weisses A4-Blatt. Dann vervollständigte ich das Stadtbild mit dünnen Filzstiften, entfernte den kleinen Bildschnipsel und vervollständigte die weisse Fläche. Um mein Stadtbild richtig auf die Linolplatte zu übertragen, musste ich es gespiegelt mit einem Kohlepapier auf die Linolplatte legen. Im nächsten Schritt zeichnete ich mit dem Kugelschreiber über mein Stadtbild, damit ich das Bild durch das Kohlepapier auf die Linolplatte übertragen konnte. Mit den verschiedenen Aufsätzen des Schnitzwerkzeugs konnte ich mein Stadtbild aus der Linolplatte herausschneiden, von den feinen Linien bis zu den groben Flächen. Mit einer Rolle brachte ich die schwarze Ölfarbe auf die Platte und druckte das Bild auf ein weisses Papier – fertig ist mein Stadtbild. Nach dem Reinigen kann ich meinen Linolschnitt immer noch bearbeiten und für weiteren Druck verwenden. Beim Schwarzplan habe ich das gleiche Druckverfahren mit dem Linolschnitt angewendet. Bis Ende Semester wird auch noch ein Schnitt und ein Grundriss verlangt.

Der Schwarzplan mit Linolschnitt.

Beim Schneiden von Linolplatten übe ich präzises und planerisches Arbeiten. Die geschnittenen Platten kann ich auch für weitere Bilder zu verwenden. Mit der Wahl der Bearbeitungstechnik beziehungsweise des Werkzeuges, bestimme ich den Detailierungsgrad meiner Pläne. Je nach Arbeitsaufwand wird der fertige Druck aussagekräftiger und sauberer. Für mein Studium habe ich nun gelernt, wie man mit Hilfe des Linolschnitts künstlerische Stadtbilder und Pläne für meine zukünftigen Modelle erstellen kann.

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