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Die Brücke schwingt sich in einem flachen Bogen über den Linthkanal.
Die Brücke schwingt sich in einem flachen Bogen über den Linthkanal.

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Wettbewerbe

«Freie Sicht auf die Berge»

Text: Andres Herzog / 9.08.2012 09:57

Foto: Schneider Eigensatz Architekten

Der Ingenieur Beat Birchler gewinnt den Wettbewerb für einen Steg über den Linthkanal bei Weesen. Michel Eigensatz vom beteiligten Büro Schneider Eigensatz Architekten beantwortet unsere drei Fragen.

Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Michel Eigensatz: Wenn überhaupt von einer «Erfindung» gesprochen werden kann, dann höchstens in Bezug auf den Brückenquerschnitt. Wobei dieser vielmehr eine Antwort auf die Lektüre des Ortes einerseits und auf die Aufgabenstellung des sehr gut vorbereiteten Wettbewerbes andererseits ist. Im Vordergrund stand die räumliche Reaktion auf die empfindliche Landschaft – auf allen Massstabsebenen. Das Spannende ist insbesondere für uns Architekten der Umgang mit den vordergründig eingeschränkten Mitteln zur Gestaltung. Das aber gerade darin liegende Potenzial entwickelte sich im Laufe der Arbeit zum spannenden Kern der Aufgabe.

Wie verhält sich das Projekt zur Landschaft?
Wie bereits angsprochen, war die Haltung des Linthsteges zur empfindlichen landschaftlichen Szenerie die massgebende architektonische Herausforderung. Denn der Ort des neuen Linthsteges äussert sich als Übergangszone zwischen dem stark vertikalisierten Landschaftsraum des Walensees und der horizontalen Räumlichkeit über der Linthebene. Der neue Steg verändert insbesondere die Wahrnehmung der Landschaft von der Weesner Linthpromenade Richtung See blickend, da er quasi als neues Element im Vordergrund vor dem bestehenden, weit in die Tiefe greifenden «Landschaftsbild» steht. Der Morphologie der Bergwelt im Hintergrund wird ein westseitig ruhiger Bogen konstanter statischer Höhe vorgestellt. Durch die flache Gestalt ermöglicht er freie Sicht auf die Berge oberhalb und eine durchgehende, nicht zerschnittene oder verdeckte Abwicklung der Uferzonen unterhalb davon.

Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Es gab zwei Schwierigkeiten. Einerseits die präzise Setzung des als mittleres Auflager dienenden Stahlschwertes im Flussraum. Andererseits die Gestaltung der beiden Zugänge zum Steg und damit natürlich auch die architektonisch-räumliche Gestaltung der beiden Brückenwiderlager. Insbesondere die Situation auf der Glarnerseite mit dem militärischen Bunker bedurfte einer räumlichen Klärung. Die Einführung einer einfachen Kiesfläche und die Einbindung des leicht abseits stehenden Baumes ermöglicht es dem Steg an einem Ort mit einer neuen Prägung anzukommen.

Linthsteg, Weesen/Glarus-Nord

Offener Projektwettbewerb für Ingenieure und Architekten für die Gemeinde Weesen
– 1. Rang: Ingenieurbüro Beat Birchler, Zernez, mit Schneider Eigensatz Architekten, Zürich, und Rahel Hegnauer, Künstlerin, Zürich
– 2. Rang: Dr. Schütz Ingenieure, Kempten (D), mit Gerhard Pahl, Architekt
– 3. Rang: ingegneri pedrazzini guidotti, Lugano, mit Baserga Mozzetti architetti, Muralto
– 4. Rang: Walt+Galmarini Bauingenieure, Zürich, mit LutzBuss Architekten, Zürich, und Ganz Landschaftsarchitekten, Zürich
– 5. Rang: Lukas Blank, Bauingenieur, Zürich, mit BuildInc Architekten, Zürich, Schrems Architekten, Zürich, und Planikum Landschaftsarchitektur, Zürich

Ausstellung der Arbeiten: 9. und 10. 8. (16-19 Uhr), 11. 8. (9-11 Uhr), altes Primarschulhaus, Mühlehorn, sowie ab 15. 8. bis 14. 9., Gemeindehaus Weesen

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