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Das Siegerprojekt
Das Siegerprojekt

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Vom Umgang mit dem Mittelmass

Text: Volker Bienert / 18.11.2011 01:00

Foto: Fiechter Salzmann

Das Oberstufenschulhaus Ehret B von 1974 ist in die Jahre gekommen. Die Metallfassade hat sich überlebt und bedarf einer umfassenden Sanierung. Neue Klassen- und Gruppenräume, neue Fachräume für Werken und Gestalten, zusätzliche Räume für die Pädagogik sowie ein grosser Mehrzweckraum erfordern zudem eine markante Erweiterung der bestehenden Anlage. Die Teilnehmer waren mit einer äusserst komplexen Aufgabe konfrontiert, die Antworten auf allen Massstabsebenen verlangte. Die Wettbewerbsgewinner, Fiechter Salzmann Architekten aus Zürich, schlugen eine ebenso pragmatische, wie plausible Lösung vor, die man, angesichts des wenig charmanten Bestandsbaus als Ausgangspunkt, kaum als Ergebnis des Wettbewerbs zu erhoffen gewagt hätte.

Die Aufstockung des Klassentrakts um zwei Geschosse verleihe dem Schulhaus im Ort spürbar mehr Präsenz und führe zu einer willkommenen Hierarchisierung der Gebäudeteile, urteilt das Preisgericht. Die Vereinheitlichung über die neue Fassade aus vorfabrizierten Holzelementen beruhige besonders im Sockelbereich das Erscheinungsbild wohltuend, aber auch im Innern wisse das Siegerprojekt zu überzeugen: Das Sockelgeschoss wird im Osten um die Werkräume zu einem eigenen eingeschossigen Trakt erweitert, das Eingangsgeschoss wird schlüssig umorganisiert, und die Schulgeschosse werden mit je drei Klassengruppen um eine zentrale offene Treppenanlage den Anforderungen an zeitgemässe Lerncluster gerecht. Der Schlüssel zu dieser Lösung liege im intelligenten Entfluchtungskonzept über zusätzliche Treppenkerne. Die Jury hebt hervor, dass die Projektverfasser eine präzise Antwort in Bezug auf Städtebau und Typologie gegeben hätten und das Projekt eine hohe strukturelle Ökonomie aufweise. Einzig die Wahl der gestalterischen Mittel sei der schulischen Nutzung noch nicht angemessen, und berge daher noch Einsparungspotenzial.

Sanierung und Erweiterung des Schulhaus Ehret B, Hünenberg

Projektwettbewerb im selektiven Verfahren für die Einwohnergemeinde Hünenberg (ZG) mit 8 Teilnehmern

1. Rang: Fiechter Salzmann Architekten, Zürich

2. Rang: Meyer Gadient Architekten und Schärli Architekten, Luzern

3. Rang: Roefs und Frei Architekten, Zug

4. Rang: Leutwyler Partner Architekten, Zug

5. Rang: Bosshard und Luchsinger Architekten, Luzern

Weitere Teilnehmer:

Büro Konstrukt Architekten, Luzern

Hertig Noetzli Architekten, Aarau

Patrick Seiler Architekten, Sarnen, und Joos und Mathys Architekten, Zürich

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