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Das Quartier Grottes im Norden des Hauptbahnhofs Genf: Das Gebäude rechts müssten dem Ausbau weichen.
Das Quartier Grottes im Norden des Hauptbahnhofs Genf: Das Gebäude rechts müssten dem Ausbau weichen.

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Geleise statt Gebäude

Text: Andres Herzog / 17.08.2012 11:42

Foto: Werner Huber

Wegen der Erweiterung der Bahnhöfe in Lausanne und Genf sollen Wohnhäuser abgebrochen werden, schreibt die «NZZ». Die Auswirkungen für die Anwohner sind für Schweizer Verhältnisse einzigartig: «Noch nie mussten so viele Wohngebäude einem Infrastrukturprojekt der SBB weichen», so die Zeitung. In beiden Städten regt sich Widerstand. In Lausanne fanden die SBB und die Anwohner einen Kompromiss: Statt fünf Wohnhäuser werden nur drei abgebrochen, statt über hundert Wohnungen sind noch deren 53 betroffen. In Genf hingegen ist keine Einigung in Sicht. Dabei geht es vor allem um das Quartier Grottes im Norden des Bahnhofs. «Durch die Erweiterung um zwei Gleise müssten rund zehn Gebäude mit insgesamt 370 Wohnungen abgerissen werden», so die «NZZ». Die Gegner schlagen stattdessen einen Tiefbahnhof vor. Doch dieser ist den SBB zu teuer: Statt 790 Millionen Franken würde der unterirdische Ausbau 1.7 Milliarden kosten, rechnen sie vor. «Die Zahlen der SBB werden indes von den Anwohnern und selbst von der Stadt Genf in Zweifel gezogen», schreibt die «NZZ». Eine Studie der ETH Lausanne soll nun Klarheit bringen.

Weitere Meldungen:


– Die «NZZ» beleuchtet die vorläufig letzten Baustellen auf dem Escher-Wyss-Areal in Zürich-West. Dazu gehört auch ein Gebäude mit 150 Industriearbeitsplätzen.

– Im September stimmt die Schweiz über einen Systemwechsel beim Eigenmietwert ab. «Gegen allzu starke Belastungen gibt es aber bereits Massnahmen», meint die «NZZ.

– Der Berner Stadtrat lehnt das Projekt für eine neue Aula beim Länggass-Schulhaus ab, meldet «Der Bund». Der Neubau stiess auf Kritik, da ihm ein Spielplatz hätte weichen müssen.

– Der Kunstwettbewerb für die Sanierung des Hauses Cleric der Bündner Kantonsschule in Chur ist entschieden. Gewonnen hat der Flimser Künstler Remo Albert Alig, weiss die «Südostschweiz».

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