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Die Sieger: Die Vertreterinnen der Gemeinde Disentis/Mustér.
Die Sieger: Die Vertreterinnen der Gemeinde Disentis/Mustér.

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Stadtlandpreis an Disentis/Mustér

Text: Köbi Gantenbein / 18.06.2012 09:58

Foto: Gabriela Projer

Wehmütige und weit klingende Töne aus der Bassklarinette und dem Taragot des Stadtlandmusikers Reto Senn, eine Stadtlandrede von Nationalrätin Silva Semadeni, Stadtlandlaudationen von Jurymitgliedern, Stadtlandzinnteller gross, mittel und klein mit künstlerischem Schmuck samt Stadtlandpreiskäse überreicht von der Stadtlandehrendame  Gabriela Projer, Stadtlanddank des Gemeindepräsidenten Columberg und schliesslich Stadtlandwein- , -wurst und –brot. Nichts, was Brauch und Sitte von einer zünftigen Preisfeier verlangen, fehlte im Klosterstall von Disentis/Mustér. Auch der Preisträger nicht – eine Männerrunde mit einer Frau, die Baukommission der Gemeinde Disentis, ihr Architekt Christian Wagner, und Sandra Bühler, dessen Mitarbeiterin. Sie erhalten den Stadtlandpreis 2012 für das «Baumemorandum», mit dem die Entwicklung des Dorfes gelenkt werden soll. Die Runde lächelt verlegen, sie weiss nicht so recht, weshalb die Jury ihr Vorhaben aus einer Liste von 92 auf den Schild gehoben hat, darunter mächtige Riesenkisten wie die Glattalbahn. Das Stadtlandheft erklärt die Wahl der Jury, die dieses Memorandum als «wegweisend, klug und exemplarisch» sieht. Und das Heft stellt auch die zwei weiteren Preisträger «Lagerplatz Winterthur» (mittlerer Zinnteller), und «Stadtraum Zürich» (kleiner Zinnteller) vor. Deren Macherinnen und Macher reisten aus dem fernen Unterland herbei, standen gerührt vorne im Saal und hörten den Lobreden von Rosmarie Müller, Simone Hänggi und Armando Ruinelli zu und liessen sich hinwegtragen von Tönen aus Reto Senns Stadtlandmusik mit Bassklarinette und Taragot.  

Die Stadtlandfeier in Disentis schliesst einen zweijährigen Diskurs über Raumplanung, Orts- Stadt- und Siedlungsentwicklung ab. Er begann als Idee spontan nach einer Kaffeerede am Jahrestreffen der Stadtarchitektinnen und –baumeister der Schweiz. Hochparterre versammelte 92 raum- und ortsplanerische Taten, lud ein zum Stadtlandtag, an dem 9 Vorhaben im grossen Saal der Architekturschule in Winterthur einen schönen Tag lang diskutiert wurden und an dessen Abend eine zehnköpfige Jury schliesslich drei Preise und sechs Anerkennungen vergab. Das Auszeichnungsritual ist ein immer noch probates Mittel, den Diskurs zu führen. In Winterthur vor einem Saal voller Fachleute am Stadtlandtag, in Disentis im Klosterstall in der Feierstunde, in den Tageszeitungen und im Radio mit Berichten und Interviews, in Hochparterre mit dem Stadtlandheft. «Aufmerksamkeit und Diskurs ist kostbar», tröstete Köbi Gantenbein einen Reporter von Radio Rumantsch, der wissen wollte, wie viel Stadtlandgeld nun ins Dorf fliesse, «und dazu erhält jeder Preisträger Lob & Ehre und einen Zinnteller von ewigem Wert, versehen mit Gravuren hoher Kunstfertigkeit». Zuhörer am Stadtlandtag von Winterthur und Gast an der Stadtlandfeier war auch Christoph Jaag. Er ist Gemeindepräsident von Schiers. Warum seine Neugier? «Wir haben in unserer Gemeinde planerisch und ortsbildnerisch allerhand vor. Ich kam, um zu lernen und ich gehe in mein Dorf zurück mit dem Willen, den nächsten Stadtlandpreis zu gewinnen.» Dazu wird er 2014 Gelegenheit haben.

Die Stadtlandrede von Nationalrätin Silva Semadeni als PDF

Sonderheft «Stadtlandschau»: Von Disentis bis Basel: Wettbewerb und Preisträger

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