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Wenn ‹Supermom› Innenarchitektur studiert

Text: Joanna Suriel* / 2.06.2017 12:00


Als alleinerziehende Mutter an einer Hochschule zu studieren ist nicht immer leicht, schreibt Joanna Suriel, die als Mutter eines achtjährigen Kindes an der Hochschule Luzern Innenarchitektur studiert. «Dennoch ist es nicht unmöglich.»

Als alleinerziehende Mutter in einer weit entfernten Hochschule zu studieren ist nicht immer leicht, denn es erfordert viel organisatorisches Talent, Disziplin und Zuversicht, um Job und Haushalt, Familie und Studium unter einen Hut zu bringen. Dennoch ist es nicht unmöglich.

Alleinerziehende Mütter, die aus finanziellen Gründen gezwungen sind, neben dem Studium noch zu arbeiten, sind selten. Denn, sich trotz Kind für ein Studium zu entscheiden, verlangt viel Mut, aber vor allem familiäre und finanzielle Unterstützungen. Laut einem NZZ-Artikel aus dem Jahr 2011 sind es 5,5 Prozent der Schweizer Studierenden im Studienjahr 2008/09, die zugleich Eltern sind.

Im Büro ist eine Unterstützungsvereinbarung für das Studium nötig, auch staatliche Unterstützungen wie Stipendien, Subventionen für Betreuungskosten oder Prämienverbilligungen sind dringend anzufordern, sonst kommt man nicht über die Runden. Als geschiedene Mutter eines achtjährigen Kindes, die in Zürich zwei Tage als Hochbauzeichnerin angestellt ist und gleichzeitig in Luzern Innenarchitektur Teilzeit studiert, muss die Betreuung des Kindes fast rund um die Uhr organisiert sein. Das Kind muss lernen, morgens allein in den Hort und in die Schule zu gehen und abends allein zurück nach Hause zu kommen.

Eine solche Mutter sollte vor Beginn des Studiums das Vertrauen zu ihrem Kind, zu den Lehrpersonen ihres Kindes und der Hortleiterin aufbauen, denn schliesslich will sie ihr Studium so sorgenfrei wie möglich absolvieren können. Dabei spielt auch der Vater des Kindes eine wichtige Rolle. Bei den Abendmodulen und während den Modulendprüfungen muss er einspringen können und verfügbar sein. Während der Prüfungsphasen bleibt wenig Zeit für Familie, dafür können die Semesterferien intensiv für Freizeitbeschäftigungen genutzt werden.

Es darf aber nichts Unerwartetes die Organisation stören. Das Kind darf nicht krank werden. Sie selbst darf nicht krank werden. Ihre Angst wegen der Dreifachbelastung in ein Burnout zu fallen, ist gross, deshalb ist das Gespräch mit Freundinnen und Studienberatern sehr wichtig. Beim Wegbleiben in den Gruppenarbeiten beispielsweise ist viel Verständnis von den Mitkommilitonen erforderlich.

Ein Teil der Disziplin ist es, die Schulaufgaben auf die Seite zu schieben und sich um anderen Sachen zu kümmern. Der Haushalt muss erledigt werden. Das Kind braucht Unterstützung bei den Hausaufgaben. Morgenrituale und Schlafrituale dürfen nicht vernachlässigt werden, denn ein Kind braucht ruhige und verlässliche Beziehungszeiten mit der Mutter.

Dank dem Bologna System ist es Eltern möglich, sich trotz Familie weiterzubilden. Man macht so viel, wie man kann, um dafür mehr Zeit für die Familie und Job zu haben. In unserer heutigen Gesellschaft sind wir alle in irgendeiner Form gezwungen, uns weiterzubilden. Die Konkurrenz ist gross und der Stellenabbau nimmt immer mehr zu. Ist eine Mutter gut qualifiziert, so hat sie mehr Chancen und Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt. Davon wiederum profitiert die ganze Familie, nicht zuletzt das Kind.

* Joanna Suriel studiert im 2. Semester Innenarchitektur an der Hochschule Luzern Architektur & Technik.

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