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‹opus co-opera›

Text: Fabia Burkard / 23.06.2017 12:00

Foto: HSLU


In Zusammenarbeit mit dem Luzerner Theater erarbeiteten Studierende der Richtungen Textil- und Objektdesign der Hochschule Luzern Bühnenbildkonzepte für Claudio Monteverdis Marienvesper.

‹opus co-opera› – unter diesem Titel stand das praxisorientierte Semester für uns 3. Jahr-Studierende. Ziel war das Erarbeiten von Optionen für das von Modedesigner Kostas Murkudis gestaltete Bühnenbild für Claudio Monteverdis Marienvesper. Diese wurde diesen Frühling vom Luzerner Theater in der benachbarten Jesuitenkirche aufgeführt.

Zu Beginn des Projekts wurde unsere Aufgabenstellung bewusst sehr offen formuliert, um Raum für unterschiedlichste Interpretationen offen zu lassen. Wir kannten aber das Ziel der von Sebastian Matthias choreografierten Inszenierung: das Vermischen von Musikerinnen, Sängern, Tänzerinnen und Zuschauern, alle sollten sich auf gleicher Ebene begegnen. Auch der Rahmen des Bühnenbildes war gegeben, über den Kirchenbänken sollte eine grosse Plattform mit Seitenwänden entstehen. Der zentralste formale Aspekt: die gesamte Inszenierung sollte in dunkelblaue Farbe getaucht sein.

Die interdisziplinären Gruppen wurden per Los zusammengestellt. Aufgrund von Kostas Murkudis’ Inputs kreierte jede der acht Gruppen eine komplett andere Bühnenwelt. Zwei davon wurden in der Umsetzungsphase weiterbearbeitet. Für diese teilten wir uns je nach unseren Kompetenzen und Interessen frei ein, so entstanden unter anderem Gruppen, die sich mit Strick, Druck oder dem Entwurf von Objekten auseinandersetzten. Koordiniert wurde die Zusammenarbeit durch die HeadOffice-Gruppe, die sich um Materialbestellungen, Finanzen und die Dokumentation des Projekts kümmerte.

Aufgrund der Schlusspräsentationen wurden Textilien, Objekte, Kleidungsstücke und Oberflächenbearbeitungen ausgesucht, welche die Kostümabteilung und die Bühnenbauwerkstätte des Luzerner Theaters schliesslich zu Kostümen und Bühnenelementen weiterentwickelten.

Nachdem unsere Entwurfsarbeiten abgeschlossen waren, wussten viele von uns bis zur Generalprobe in der Kirche nicht, was aus unserer Marienvesper geworden war. Tatsächlich fanden aber einige unserer Arbeiten wie zum Beispiel verfilzte Pullover, luftige Strickteile, Drucke mit Ausbrenner oder meterhohe Notenständer und Hocker für die Musizierenden den Weg in die Aufführungen. Dass unser Schaffen auf diese Weise in die Welt hinausgetragen wurde, hat uns alle stolz gemacht.

Einen vielseitigen Einblick in ‹opus co-opera› bietet unsere Projektwebsite www.opuscoopera.ch, unter www.luzernertheater.ch/marienvesper finden sich Eindrücke zur Inszenierung.

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